Claudia Ritter: „Heimische Nahrungspflanzen als Heilmittel“

Die Heilmittel liegen gleich um die Ecke

Claudia Ritter: „Heimische Nahrungspflanzen als Heilmittel. Gemüse, Früchte und Getreide – von der Ackerbohne bis Zwiebel. Pflanzenkunde, Heilanwendungen und Rezepte“ (Sachbuch)

Unsere heimischen Nahrungspflanzen hüten einen unendlichen Schatz an Heilkräften. Ein Tee aus Fruchtstielen der Kirschen gegen Bronchitis und Husten, rote Johannisbeeren als Vitaminbombe für die Stärkung des Immunsystems oder getrocknete Heidelbeeren gegen Durchfall. Diese Tipps und Tricks gegen Wehwehchen und weiteres Wissen zu einheimischem Gemüse, Obst, Getreide und Würzkräutern präsentiert Claudia Ritter in ihrem neuen Buch.

Von Luzia Zollinger.

heimischenahrungspflanzenDas Gute liegt so nah. Einmal mehr bewahrheitet sich dieses Sprichwort. Doch bezieht es sich in diesem Fall nicht auf Ortschaften oder Länder, sondern auf Heilmittel, die unweit unseres Hauses oder unserer Wohnung wachsen. In alphabetischer Reihenfolge stellt die Heilpraktikerin Claudia Ritter bekannte einheimische Nahrungspflanzen vor  – von Ackerbohne, über Eberesche und Löwenzahn bis hin zu Wacholder und Zwiebel. Eine vielfältige Palette an Gemüse, Obst, Getreide und Würzkräuter gilt es zu entdecken.

Mythologie, Kräuterbücher und Heilrezepte

Die Beschreibungen der einzelnen Nahrungspflanzen sind folgendermassen aufgebaut: Nach einem poetischen oder philosophischen Spruch folgt ein kurzer Abschnitt zur Mythologie und zum Wissenswerten. Anschliessend reihen sich Synonyme und Namensbedeutung ein. Hier erkennt der Leser schnell, um welche Pflanze es sich handelt, sollte er sie noch nicht kennen. Denn die Volksnamen sind einem bei gewissen Nahrungspflanzen geläufiger. Ein weiterer Abschnitt ist dem Wissen aus alten Kräuterbüchern gewidmet. So hat der altgriechische Arzt und Pharmakologe Dioskurides die Gurke beispielsweise nicht nur als kühlende Speise geschätzt, sondern auch als wertvolles Mittel bei Blasengeschwüren. Botaniker und Pflanzeninteressierte finden Wissenswertes im Kapitel Pflanzenkunde. Ein grosser Bereich widmet sich natürlich der Heilkunde, bei der die Autorin auch gleich nützliche Rezepte zeigt.

Manche Köche haben den Trend zurück zu den ursprünglichen natürlichen Zutaten schon länger verinnerlicht. Wer sich im Garten jeweils über das Unkraut Baumtropf ärgert, findet im Buch ein Pesto-Rezept. Nebst den Heilrezepten gibt die Autorin nämlich auch immer noch kulinarische Tipps.

Sich Zeit nehmen

„Heimische Nahrungspflanzen als Heilmittel“ ist ein Buch für Leute vom Fach, aber auch für Menschen, die sich generell für alternative Heilmittel interessieren. Jedoch muss man sich Zeit für die Lektüre nehmen. Manche Heilrezepte lassen sich nicht schnell schnell nach Feierabend zubereiten. Aber: Wer sich die Zeit nimmt, wird seinen Wissensschatz auf informative und leserfreundliche Weise aufbauen und erweitern können. Nicht immer haben wir in der heutigen hektischen Zeit, ausgewogen zu kochen. Schade, denn diesen Luxus sollten wir uns zwischendurch gönnen. Unser Körper wird danken. Wer nicht mehr weiss, in welchen Lebensmitteln nun Eisen oder Magnesium enthalten ist, findet auch diese Informationen in dem Nachschlagewerk.


Titel: Heimische Nahrungspflanzen als Heilmittel. Gemüse, Früchte und Getreide – von der Ackerbohne bis Zwiebel. Pflanzenkunde, Heilanwendungen und Rezepte
Autorin: Claudia Ritter
Verlag: AT Verlag
Seiten: 376
Richtpreis: CHF 38.90

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