Tembo the Badass Elephant (Game Freak / Sega)

General Elefant

Tempo Elefant

Elefanten vergessen nie. Wenn sie eine militärische Ausbildung haben, dann gilt das anscheinend auch für ihre Spezial-Fähigkeiten, um in Kriegsgebieten ordentlich aufzuräumen… oder diese dem Erdboden gleich zu machen. Tembo the Badass Elephant schickt sich als Digital-Überraschung an, das Sommerloch nicht nur zu stopfen, sondern elegant zu sprengen. NORMAN VOLKMANN schwang sich auf den Rücken des unehelichen Sohns von Rambo und Dumbo und ernährte sich in der Zeit nur von Erdnussbutter!

Shell City steht unter Beschuss. Die Phantom Army hat die zierliche Insel attackiert, bombardiert und zahlreiche Bewohner gefangen genommen. Neben unzähligen Soldaten fahren vor allem Panzer und riesige Kriegsmaschinen durch das verwüstete Gebiet. Es bleibt nur eine Rettung für die Bewohner: Tembo, eine Ein-Elefant-Armee, die nicht nur die verschollenen Einwohner retten, sondern auch Shell City aus der Unterjochung befreien soll.

Tembo the Badass ElephantGanz abgesehen davon, dass man in Tembo the Badass Elephant einen Super-(!)Soldaten-(!!)Elefanten(!!!) steuert, der als letzte Rettung für Kriegsgefangene auf eine kleine, erdnuss-förmige (!!!!) Insel geschickt wurde, ist es interessant, welcher Entwickler hinter dem Titel steht. Game Freak machte sich in der Vergangenheit vor allem als Pokémon-Verdingschergen für Nintendo einen Namen. Statt knuddeliger Duell-Minitierchen gibt es diesmal halt einen nicht weniger sympathischen Elefantenkrieger. Er trägt ein rotes Kopftuch wie ein gewisser 1980er-Actionheld und verfügt über genügend Kraft und Attitüde, um eine ganze gegnerische Armee dem Erdboden gleich zu machen. Und das alles mit ordentlich Tembpo.

Phanpy, bist du’s?

Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich fast behaupteten, dass Sega händeringend einen brauchbaren Sonic-Nachfolger gesucht — und was wichtiger ist — auch gefunden hat. Denn auch wenn der Dickhäuter auf den ersten Blick das komplette Gegenteil des agilen Igels zu sein scheint, ist er ähnlich dynamisch unterwegs. Tembo the Badass Elephant setzt vor allem auf Geschwindigkeit als wichtigste Waffe und auf schnelles Reaktionsvermögen. Wie Sonic hetzt Tembo durch die Level und wird auf Knopfdruck zu einem attackierenden Ball, der Panzer zerstört und alles andere, das es wagt, sich ihm in den Weg zu stellen. Zur Abwechslung vom Hetzen und Hüpfen werden mit dem wassersprühenden Rüssel brennende Hindernisse vor dem Zerdeppern bewahrt, und Hochhäuser mit einer erschütternden Arschbombe niedergerissen. Wenn man ein Killer-Elefant ist, wird halt die ganze Welt zum Porzellanladen.

Frust-o-fant

Doch so spaßig die grundlegende Mechanik, so sympathisch das Artwork und der Held auch sein mögen: Der Schwierigkeitsgrad zieht relativ schnell an und stellte zumindest mich in der zweiten Welt schon auf die Geduldsprobe. Um zum nächsten Endboss zu kommen, fehlten mir nämlich noch eine Handvoll Punkte, die ich nur bekam, wenn ich die bislang absolvierten Level noch einmal durchfegte und nach möglichen, nicht entdeckten Verstecken schaute. Dabei war ich doch so froh, diese nach mehrfachen Versuchen endlich hinter mir gelassen zu haben.

Tembo the Badass Elephant

Mit Rüssel, Erdnussbutter und Kawumm

Die Tatsache, dass Tembo anspruchsvoll ist, stellt an sich keinen Störfaktor dar – der Zwang zum Grind hingegen stört bereits nach kurzer Zeit ungemein. Zur wirklichen Platfomer-Offenbarung und oder gar das Einläuten eines neuen Goldenen Zeitalters für Maskottchen-Rennspiele reicht es Tembo nicht. Eine positive Überraschung ist der Titel aber dennoch — umso mehr, wenn man bedenkt, dass das Studio dahinter bisher hauptsächlich mit einer Serie in allen Belangen sehr unterschiedlichen Serie auf sich aufmerksam gemacht hat. Insofern: Töröö!

 

Bereits erschienen.

 

Originaltitel: Tembo the Badass Elephant

Plattformen: PlayStation 4, Xbox One, PC

Genre: Platformer

Entwickler: Game Freak

Veröffentlicht von: Sega

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