Interview mit Endo Anaconda

«Ich fürchte, dass Gott mich
mit einem langen Leben quält»

Bild: Michael Schär

Mit dem grandiosen, von in der Mundartpoesie einmaligen Bildern durchtränkten Album „Endosaurusrex“ sind Stiller Has in neuer Formation aktuell in der ganzen Schweiz unterwegs. Nahaufnahmen.ch traf den Frontmann und – wie er sich selber bezeichnet – Geschichtensänger Endo Anaconda zum Interview. Ein Gespräch über sein Schneewittchen-Trauma, die Mythen von Ikarus und Phönix, apokalyptische Visionen sowie die geplante Abdankung des Hasen.

Von Christoph Aebi

Nach einem schweisstreibenden Konzert im Zürcher “Moods”  und einer anschliessenden Autogrammstunde nahm sich Endo Anaconda Zeit für ein Gespräch, während ein Mitarbeiter des Konzertlokals die Band ermahnte, sie habe die Garderobe bis 23 Uhr zu verlassen. Als Special Guest hatte in der zweiten Konzerthälfte der virtuose Akkordeonist Mario Batkovic dem Bandsound weitere Klangfarben hinzugefügt. Batkovic, der einen grossen Teil des neuen Stiller Has-Albums komponierte, arrangierte und produzierte, entlockt seinem Instrument sphärische Klangwelten und tourt mit seinem Akkordeon-Solo-Album schon länger erfolgreich quer durch Europa. Nur in der Schweiz wird er immer noch als Newcomer bezeichnet. Auch er war beim Interview in der Garderobe anwesend und verlieh immer wieder seiner Riesenfreude über die Zusammenarbeit mit Endo Anaconda Ausdruck.

Nahaufnahmen.ch: Endo, beim letzten Interview, das ich vor der Veröffentlichung des Albums „So verdorbe“ mit dir geführt habe, sagtest du: „Ich schwanke immer wieder zwischen Euphorie und Verzweiflung.“ Wie war dein Gemütszustand vor dem Release des neuen Albums „Endosaurusrex“ und wie fühlst du dich jetzt, nachdem zum ersten Mal ein Stiller Has-Album die Nummer 1 der Schweizer Hitparade war?

Endo Anaconda (EA): Ich habe Freude, aber Gefühle im eigentlichen Sinne empfinde ich keine. Ich bin der Mann ohne Gefühle. Natürlich bin ich vor allem für die Musiker froh, weil die auf mich gesetzt haben, insbesondere Roman Wyss und Mario Batkovic. Ich bin froh, dass ich sie nicht enttäuscht habe, denn hinter dem neuen Album steckt viel Arbeit. Aber die hat Spass gemacht, gell Mario?

Mario Batkovic (MB): Die hat unglaublich Spass gemacht. Ich hatte eine wunderbare Zeit mit dir zusammen im Studio.

EA: Jetzt sieht es so aus, dass wir nicht Pleite gehen. Das macht ebenfalls Spass.

Endo Anaconda mit seinen beiden Produzenten Mario Batkovic (l.) und Roman Wyss (r.)
Bild: Michael Schär

War die Angst wirklich da, zu enttäuschen?

EA: Diese Angst ist immer da. Ich lebe immer von der Hand in den Mund, das aber auf möglichst hohem Niveau. Wenn ich Geld habe, gebe ich es aus. Wenn ich keines habe, gebe ich es ebenfalls aus.

Du hast für „Endosaurusrex“ mit Roman Wyss und Mario Batkovic neue Produzenten engagiert sowie eine komplett neue Band zusammengestellt. Das Management hat ebenfalls gewechselt. Wieviel Mut brauchte es für diese Veränderungen?

EA: Wenn du 62 Jahre alt bist und keine Stimme mehr hast, bist du verdammt zum Erfolg, aber du hast keine Garantie. Hätte ich keinen Erfolg mehr, müsste ich Müll trennen gehen oder Pferdepfleger werden.

Die neu formierte Band hast du als „alten Hasen im neuen Pelz“ bezeichnet. Wie würdest du diesen Pelz beschreiben?

EA: Ich habe sie noch nicht nackt gesehen (lacht).

MB: Zum Glück nicht.

EA: Für mich geht es darum, meine Texte zu transportieren. Die guten Musiker sind diejenigen, welche die Musikalität in diesen Texten entdecken und umsetzen können. Die Musik ist in erster Linie von ihnen geprägt. Ich bin nur ein Geschichtensänger, wenn man dem so sagen kann.

Auf dem Bild, das im CD-Booklet von dir und der Band veröffentlicht ist, hebst du die rechte Hand zum Abschiedsgruss…

EA: Nein, nein. Das hat für mich religiöse Gründe. Es ist eine Art Ostergruss. Schau mal meine Hände an (zeigt die vernarbte Handfläche seiner rechten Hand). Ich bin, ohne dass ich das will, katholisch stigmatisiert von einer Passugger-Flasche. Eigentlich müsste ich Weihwasser verkaufen und nicht Konzerte geben.

Also ist dieser Gruss kein Hinweis darauf, dass „Endosaurusrex“ das letzte Stiller Has-Album sein könnte?

EA: Das weiss ich nicht. Ich fürchte schon, dass Gott mich mit einem langen Leben quält. Ich hoffe, dass es nicht das letzte Album ist. Im vergangenen Jahr stand ich vor der Wahl, entweder aufzuhören oder mit neuen Leuten, denen ich Gott sei Dank begegnet bin, etwas Anderes zu machen. Der Has wäre 27 Jahre alt geworden. Ich aber wollte nie zum Klub 27 gehören (Mit dem Klub 27 wird eine Reihe von Musikern bezeichnet, die im Alter von 27 Jahren starben, unter ihnen Brian Jones, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Jim Morrison und Kurt Cobain. Anm.d.Red.). Nun wird es den Hasen mindestens noch bis zum Jahr 2020 geben. Dann werde ich 65 Jahre alt und gehe in Pension. Für den Hasen wird es eine offizielle Abdankung geben, bevor er wohl zu einer Marsmission startet.

Wieso bist du vor der Wahl gestanden, entweder aufzuhören oder mit neuen Leuten etwas Anderes zu machen?

EA: Ich spiele nicht Gitarre, sondern nur mittelmässig Triangel, und brauche Musiker, um meine Texte umzusetzen.

Die alte Band wollte also nicht mehr weiterfahren?

EA: Ich bespreche hier keine privaten Sachen. Mit der alten Band hat es einfach aufgehört. Ich war nicht derjenige, der gesagt hat: „Nie wieder!“ Leute von ausserhalb, die nicht dabei waren und auch gar nicht wissen, worum es geht, haben Unheil gebracht, gespalten und Scheissdreck erzählt. Ich selber habe mich nie öffentlich zum Thema geäussert. Der Herr Ane Hebeisen (Kulturredaktor der Berner Tageszeitung „Der Bund“, Anm.d.Red.) schrieb beispielsweise, ich hätte Schifer Schafer über Bord geworfen. Das ist völliger Unsinn! Ane Hebeisen mag die Musik von Schifer nicht. Wahrscheinlich würde er ebenfalls gerne Gitarre spielen, ist aber dazu verdammt, Keyboarder in einer Salsa-Band zu sein, und das gefällt ihm wohl nicht besonders. Das ist so bei Leuten, die bleiben müssen. Stell dir vor, du arbeitest bei einer Tageszeitung und musst jede Woche irgendeine Kritik über Musik schreiben, die dir eigentlich nicht gefällt. Dann musst du irgendwie etwas Interessantes reinbringen. Aber wir haben es immerhin geschafft, dass seine Kritiken gelesen werden.

Er schrieb zudem, Stiller Has habe sich mit der neuen Formation der Bluesrock-Speckledrigkeit entledigt…

EA: Ja, er hat auch mal geschrieben, ich sei ein Blues-Koloss. Ich lese seine Sticheleien natürlich sehr gerne, ausser sie betreffen mich (lacht). Er ist ein guter Kritiker. Es ist eigentlich eine Kunstform, eine Kritik zu schreiben und ein Wort wie Speckledrigkeit zu finden. Bravo Ane!

Stiller Has in der neuen Formation (v.l.n.r.): Roman Wyss (Keyboards), Andi Pupato (Perkussion), Endo Anaconda (Stimme), Andreas Wyss (Bass), Boris Klečić (Gitarren, Tambura, Banjo).
Bild: Michael Schär

Du sagtest einmal, es werde je länger, je schwieriger, sich beim Texten immer wieder neu zu erfinden. Wie erging es dir bei der Arbeit zum neuen Album?

EA: Ich hatte eine sehr kreative Phase, habe aber trotzdem ein Jahr lang daran gearbeitet. Meine Musiker haben dabei meine Rumpfgedichte ertragen müssen.

MB: Ich habe zuerst nichts verstanden (beide lachen).

EA: Ich sagte beispielsweise zu Mario, ich hätte zwei Strophen eines neuen Liedes und er antwortete, dass die Musik zum Lied bereits fertig sei.

Man hat das Gefühl, du gewinnst der berndeutschen Sprache Facetten ab wie kein anderer Mundart-Sänger. Hat das allenfalls damit zu tun, dass du nach dem Tod deines Vaters einen grossen Teil deiner Kindheit sowie deine Jugend in Österreich verbracht hast, nur in den Sommerferien bei deinen Grosseltern im Emmental Berndeutsch gesprochen hast und du dich somit der Sprache anders annäherst?

EA: Das kann sein, aber es liegt vielleicht auch daran, dass mir dieses Berndeutsche allmählich auf den Wecker geht. Ich bin jetzt 62 Jahre alt und stehe seit 27 Jahren auf der Bühne. Ich habe den Deutschen Kleinkunstpreis, den Salzburger Stier sowie den Kantonalen Musikpreis erhalten – und bewege mich trotzdem in der gleichen Gewichtsklasse wie eine Sandee oder ein Ritschi. Irgendwann fängst du an, das zu hassen, dieses „Bluemetröglete“. Mundart ist ein schwieriges Segment, da wir um den gleichen Markt kämpfen wie beispielsweise Florian Ast. Ich will das nicht runtermachen, weil es schlicht und einfach nicht die gleiche Liga ist. Es gibt Schweizer Musiker, die nicht ins Ausland gegangen sind, weil das Talent nicht gereicht hat. Andere haben den Sprung nicht geschafft, weil sie stinkfaul waren oder blöderweise beim European Song Contest mitgemacht haben. Ich bin aus Liebe zu meinen Kindern in der Schweiz geblieben und jetzt bleibe ich einfach hier. Ich mag nicht auf grosse Tourneen durch Deutschland oder die Niederlande mit 400 bis 800 Konzerten gehen. Das macht Mario Batkovic, er ist noch jung. Ich bleibe hier und wir spielen ein bisschen in Deutschland und Österreich sowie in der ganzen Schweiz. Das reicht mir. Ich bin schon berühmt genug. Mir geht das manchmal so auf den Keks. Aber ich stehe halt gern auf der Bühne.

Ein alter Weggefährte von dir, der Künstler Hans Stalder, hat für „Endosaurusrex“ wiederum das Coverbild gemalt…

EA: Ja, das ist schlichtweg fantastisch. Obenuse!

Coverbild: Hans Stalder

Wie funktioniert diese Zusammenarbeit? Schickst du ihm das fertige Album oder teilst du ihm bereits zuvor eine Idee fürs Cover mit?

EA: Er hat ein Tonband erhalten, das geeiert hat und auf dem noch nicht alle Texte waren. Aber ich habe mit ihm eine sehr intuitive Freundschaft. An der Album-Produktion waren sieben Musiker beteiligt. Das Coverbild mit den sieben Cowboys bezieht sich deshalb auf den Westernfilm „Die glorreichen Sieben“ mit Yul Brinner, der wiederum auf dem Film „Die sieben Samurai“ des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa basiert. Die Zahl Sieben zieht sich irgendwie durch mein Leben. Bei Schneewittchen gibt es die sieben Zwerge. Seit ich als Kind in der Schule den siebten Zwerg spielen musste, bin ich traumatisiert von diesem verfluchten Schneewittchen. Ich bin wohl der grösste Zwerg, der jemals im Schultheater diese Rolle spielen musste. Die anderen sind fast verreckt vor Lachen, ich habe mich unglaublich geschämt. Als ich „Die glorreichen Sieben“ zum ersten Mal gesehen habe, war das wie eine Befreiung für mich. Zu denen hätte ich gerne gehört.

In den Texten des neuen Albums zieht sich auch das Thema des Fliegens und der damit verbundenen Gefahr des Absturzes durch.

EA: Das ist der Mythos von Ikarus, einer der grundlegenden Mythen unserer Kulturgeschichte: Wenn du zu hoch fliegst, stürzt du ab. Das kommt beispielsweise in den Liedern „Flieder“ und „Zwärg“ vor. Die Ikarus-Geschichte hat mich immer fasziniert. Je näher du zur Sonne kommst, desto mehr läufst du Gefahr, dass die Flügel schmelzen und du abstürzen wirst. Jeder gute Songtext fusst auf uralten Mythen oder den grossen Themen im Leben wie der Liebe, dem Tod oder dem Scheitern. Für mich als Künstler ist das Scheitern wichtig.

In den Liedern auf dem neuen Album kommen weitere Mythen vor, wie beispielsweise der Phönix aus der Asche…

EA: Der Phönix heilt die Schmerzen der Menschheit durch seine Tränen. Als Blueser, und ich würde mich als solchen bezeichnen, leidest du für die anderen Menschen. Für dich ist das wie ein alchemistischer Prozess. Du erleidest Schmerzen und schreibst Songzeilen darüber. Du weinst innerlich, aber indem du diese Zeilen singst, befreist und heilst du die Leute, wie ein Medizinmann. Als Blueser nimmst du jede Blödheit der Welt auf dich, damit die Leute sagen können: „Ha ha, dem ist dieses und jenes ebenfalls passiert.“ So wird ihnen bewusst, dass sie nicht anders sind. Es ist befreiend, wenn man sieht, dass man nicht allein eine Zwei auf dem Rücken hat.

Bild: Michael Schär

Mein Lieblingssong auf dem neuen Album, „Spoken Word“, beginnt mit den Worten: „gott isch wo är hockt, uf sym fahle ross“…

Das ist aus der Johannes-Offenbarung, der Apokalypse.

Der vierte der apokalyptischen Reiter, der auf einem fahlen Pferd sitzt, wird in der Offenbarung als Tod bezeichnet und bringt Kriege, Hungersnöte und Seuchen auf die Erde. Wieso hast du „Spoken Word“ gerade mit diesem Bild begonnen?

EA: Ja, du musst nur den Fernseher anschalten. Ich denke, wir befinden uns in einer apokalyptischen Situation. Ich sage, die alten Opfer sind die neuen. Immer wenn der Kapitalismus in der Enge ist und sie überschuldet sind, machen sie Faschismus und Krieg. Und als erstes kommen komischerweise die Juden dran. Die sind immer schuld. Und wenn es zu wenig Juden hat, hacken wir ein bisschen auf den Schwarzen oder den Jugos rum. Wenn wir nicht bald schalten, wird es wirklich bitter. Ich bin zwar mittlerweile Agnostiker, aber trotzdem noch durch den Katholizismus geprägt. In der Johannes-Offenbarung, auch so ein Mythos, wird klar, dass Gott nicht nur lieb ist. Gott ist Gott, verdammt. Gott hat Satan erfunden und wir haben Gott erfunden, weil er es so gewollt hat. Also kann man es ernst nehmen oder nicht. Es steckt viel Weisheit in diesen biblischen Texten. Die Bibel ist das Mythenbuch unserer Kultur.

Wie war das für dich, Mario, diese apokalyptische Vision in „Spoken Word“ zu vertonen?

MB: Ich habe mir eigentlich gar nicht so viele Gedanken um Endos Texte gemacht, bin nicht Wort für Wort nachgegangen, sondern habe versucht, zu verstehen, welche Gefühle er ausdrücken will. Musik zu komponieren ist eigentlich relativ einfach. Man muss nur gewisse Regeln einhalten, um das Handwerk zu beherrschen. Zu verstehen, was Endo erzählen möchte, das war eine positive Herausforderung, an der ich eine Riesenfreude hatte.

„Witwe“ und „Julia“ scheinen in musikalischer Hinsicht stark von dir inspiriert zu sein…

MB: Das hat sich Endo gewünscht. Er sagte mir, er wolle seine slawische Ader einbringen. Das war für mich natürlich eine sehr dankbare Spielwiese. In dieser Musik bin ich zuhause.

Im Lied „Witwe“ gibt es ein starkes Bild:„hinger de bärge – roti blitze / dert schreit e heisse wind / i ha schwarzi flügel gfasst / u flüge furt vom chrieg.“ Diese Zeilen erinnern an das Gedicht „In der Fremde“ des deutschen Lyrikers Joseph von Eichendorff, in dem es heisst: „Aus der Heimat hinter den Blitzen rot / Da kommen die Wolken her / Aber Vater und Mutter sind lange tot / Es kennt mich dort keiner mehr.“ Endo, war dieses Gedicht eine Vorlage für deinen Text?

EA: Ich bin kein grosser Eichendorff-Spezialist und stehe eigentlich mehr auf die expressionistischen Lyriker. Aber die erwähnte Textstelle ist auch so ein Bild. Mir kam dabei das Jahr 1914 in den Sinn, mit den militärischen und strategischen Abhängigkeiten, wo ein Funke und drei Idioten genügten, damit es brannte und sie in den Krieg zogen. Eine ganze Generation wurde durch diesen Krieg verheizt. Ich glaube, wir leben aktuell wieder in einer Vorkriegssituation. Das ist mein Bauchgefühl. Aber ich bin nicht jemand, der Kulturpessimismus verbreiten will, denn es gibt auch viele gute Tendenzen. Und da die Entwicklung nie linear verläuft, sondern in Sprüngen, hoffe ich, zusammen mit Jean Ziegler, dass wir die Situation noch zum Guten wenden können.

À propos Geschichte: Ich habe gehört, du würdest deine Familiengeschichte aufschreiben. Einer deiner Vorfahren war ein Anführer im Schweizer Bauernkrieg…

EA: Er war ein Hutmacher aus Huttwil. Den haben sie exekutiert und ihm das Haus abgebrannt, weil er irgendeine Petition unterschrieben hatte. Ich habe nach der ganzen Kolumnenschreiberei gerade etwas Prosahemmung und brauche wohl noch ein weiteres Jahr. Momentan schreibe ich eher Lyrik, da ich mich eigentlich als Lyriker verstehe. Mit den ganzen Familiengeschichten ist es zudem so, dass die Spiesser gerne ein autobiographisches Buch möchten. Auch bei den Songtexten wollen immer alle wissen, ob diese autobiographisch sind. Dann muss ich sagen: „Nein, ich lebe eher ein langweiliges, depressives Leben.“ Was ich mache ist, Geschichten zu erfinden, basierend auf Dingen, die ich höre, sehe oder selber erlebt habe. Das ist für mich die Freiheit des Dichters.

Beim letzten Interview sagtest du mir, wenn du alles erleben würdest, was in deinen Liedern steht, wärst du bereits tot.

EA: Ja genau, dann wäre ich tot. Aber ich habe einen guten Instinkt, rechtzeitig zu bremsen.

 

Aktuelles Album:
„Endosaurusrex“ (Sound Service), als CD und Doppel-LP erhältlich

Konzertdaten:
http://www.stillerhas.ch/index.php/konzerte

 

Ein Gedanke zu „Interview mit Endo Anaconda

  • 03.06.2017 um 14:48
    Permalink

    Grossartiges Interview!!!

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