Interview mit Heinrich Müller

«Das fortwährende Grinsen in die Kameras, das ewige Lustigsein hat für mein Dafürhalten etwas ausgedient»

Bild: Sir Robin Photography

Ein Vierteljahrhundert lang war Heinrich Müller einer der beliebtesten und kompetentesten „Tagesschau“-Moderatoren. Gegen Ende seiner Fernseh-Laufbahn startete der promovierte Jurist eine weitere Karriere als Sänger und Musiker. Nach einer längeren Pause ist ihm nun mit seinem fünften Album „As Long As I Can Sing“ sein bisher bestes und gesanglich ausdrucksstärkstes Werk gelungen. Nahaufnahmen.ch traf beim Interview am Greifensee auf einen selbstkritischen und nachdenklichen Heinrich Müller und sprach mit ihm unter anderem über Enttäuschungen im Musikgeschäft, die Inspiration durch Bruce Springsteen-Songs, starke Frauenfiguren sowie seine Faszination für den afrikanischen Kontinent.

Von Christoph Aebi

Heinrich, auf dem Cover deines neuen Albums „As Long As I Can Sing“ verbirgst du die Augen sowie ein Teil des Gesichts mit deinen Händen. Was symbolisiert dieses Bild für dich?

Das Bild ist bereits vor zwei Jahren entstanden. Wir haben es ausgewählt, weil es etwas über die Zeit aussagt, in der wir uns befinden: Das fortwährende Grinsen in die Kameras, das ewige Lustigsein hat für mein Dafürhalten etwas ausgedient. Ich jedenfalls werde immer nachdenklicher und so habe ich mir Mühe gegeben, kleine, fast alltägliche Geschichten und Gedanken in ernsthafte Songtexte umzusetzen. Kommt dazu, dass bereits im Titel des Albums eine gewisse Wehmut steckt, zu der das Coverbild, wie ich finde, gut passt.

Die ersten drei CDs von dir wurden in relativ kurzen Abständen veröffentlicht. 2009 erschien die letzte CD mit eigenen Liedern, 2012 das Bruce Springsteen-Tribute-Album „On Fire“. Wieso dauerte es diesmal acht Jahre bis zum Erscheinen eines neuen Albums mit eigenen Liedern?

Die Interpretationen von Bruce Springsteen-Liedern sind für mich ein unvergessliches musikalisches Erlebnis und sind allem anderen, das ich gemacht habe, ebenbürtig. Die Interpretationen sind zu viert im Studio entstanden und was dabei herauskam, hat meine eigene Fähigkeit zur musikalischen Interpretation und zum Singen gestärkt. Wir hatten für uns musikalisches Neuland betreten, massen uns an einem grossartigen Künstler. Es war ein Experiment, das ich liebte. Zudem wollte ich mir auch beweisen, dass ich in der Lage bin, mit meiner Stimme anspruchsvolle Springsteen-Lieder zu singen. Aber die Tatsache, dass ich mit neuen Liedern etwas zuwartete, hat auch mit einer gewissen Enttäuschung zu tun. Ich musste akzeptieren, dass das Interesse an meiner Musik nach dem anfänglichen Hype immer mehr abnahm. Ich habe mich deshalb oft gefragt, ob ich mich wieder ins stille Kämmerlein zurückziehen sollte. Auch ich selber war mit meinen ersten drei Alben nicht ganz glücklich. Zwar hatte ich auch damals gute Ideen, interessante Texte und ansprechende Melodien und die Radios spielten immer wieder einzelne Songs, aber irgendwie wusste ich, dass ich es noch besser kann. Vieles war gut bei den früheren drei Alben, aber um nachhaltigen Erfolg zu haben, brauchte es mehr. Das alles spürst du, wenn du dir die früheren Lieder anhörst. Ich war ja kein Berufsmusiker, sondern Journalist und machte Musik, weil ich schon immer gerne gesungen habe und Gitarre spielte, aber eine Ahnung vom Musikgeschäft hatte ich keine. Meine Stärke war im Wesentlichen meine natürliche, leidenschaftliche Art, an das Liederschreiben und das Singen heranzugehen. Aber an der Präzision und Perfektion mangelte es anfänglich. An diesem Punkt angelangt, also vor etwa drei, vier Jahren, habe ich mich erneut von meiner Kindheit inspirieren lassen. Ich war damals ein kleiner Sängerknabe, begeistert von der neuen Musik aus den USA und der englischen Sprache. Und plötzlich verspürte ich wieder Lust und Optimismus und mir flogen neue Ideen zu. Die erste Idee für das neue Album war der Titelsong, „As Long As I Can Sing“. Ich hatte den Text in ein paar Stunden geschrieben – meistens dauert das bei mir viel länger – , und als ich die ersten Akkorde auf der Gitarre schlug, spürte ich, dass ich auf dem richtigen Weg war. Ich befand mich gerade in einer Phase, in der ich dachte: „Hoppla, du wirst langsam alt.“ Und darum geht es in diesem Song: ums Älter- und Schwächerwerden und die Hilfe durch Musik.

„As Long As I Can Sing“ ist mein Lieblingslied auf dem neuen Album. Es hat etwas Schwebendes und erinnert ein wenig an „On Silent Wings“ von Tina Turner. Ich habe gelesen, dass du im Studio zusammen mit deinem Produzenten Robbie Caruso relativ lange an diesem Lied getüftelt hast.

Ein Lied sollte man rasch wiedererkennen und um diese Wiedererkennungsmerkmale haben Robbie Caruso und ich lange gerungen und experimentiert. Früher habe ich einfach schöne Liedli geschrieben, mit wenig Wiedererkennungswert. Aber jetzt wollten wir, dass unsere Lieder einen klaren Eindruck und eine Erinnerung hinterlassen. Eines dieser Merkmale im Titellied ist der langgezogene Gitarrenton, der mehrmals das Lied durchdringt und diesen Schwebezustand auslöst, den du gerade angesprochen hast. Eine wunderschöne „Erfindung“ von Robbie Caruso, der auch auf dem neuen Album Gitarre spielt. Eigentlich wollte ich das Lied schneller haben, aber schliesslich konnten wir uns auf eine langsamere Version einigen. Im Unterschied zu den meisten anderen CDs, die ich gemacht habe, habe ich diesmal relativ viel Zeit mit Robbie Caruso in seinem Studio verbracht. Wir haben viel diskutiert und Robbie hatte wunderbare Ideen und Inputs. Es war ein Geben und Nehmen und zum Schluss haben wir uns immer gefunden. Das Lied, das uns aber am meisten Probleme bereit hatte, war nicht etwa „As Long As I Can Sing“, sondern „On Bahnhofstreet“. Ich hatte einen schön poetischen Text geschrieben und der musikalische Ablauf schien passend. Und doch, so fanden wir beide, stimmte einfach etwas nicht. So krass hatte ich das noch nie erlebt.

Passten Text und Musik nicht stimmig zusammen?

Das werden wir wohl nie herausfinden. Am Schluss haben wir vieles bei Text und Musik über den Haufen geworfen und uns auf eine gradlinigere Melodie geeignet. Damit entstand ein ganz anderes Lied – und eines, das mir sehr gefällt.

Ich finde, in diesem Song sind Form und Inhalt sehr schön verbunden. Die Gitarrenklänge, die ein wenig an Pink Floyd gemahnen, bilden die Emotionen und den inneren Kampf, den der Protagonist mit sich austrägt, sehr gut ab.

Genau, die Gitarre nimmt die emotionalen Gedankengänge des Mannes auf, der am Strassenrad steht, auf der anderen Strassenseite seine alte Liebe sieht, hin und her gerissen ist und sich fragt: „Soll ich rübergehen und mich zu erkennen geben oder nicht?“ Da spielt sich ein kleines Drama ab. Robbie hat das musikalisch wunderbar in den Griff bekommen. „On Bahnhofstreet“ ist eigentlich das schlichteste Lied von allen auf dem neuen Album, dafür aber von einer grossen Leidenschaft beseelt.

Ich würde gerne auf die Enttäuschungen betreffend deine früheren Alben zurückkommen, die du angetönt hast.

Ach weißt du, ich will niemandem die Schuld daran geben. Ich war einfach noch ein Neuling. Jeder Gax, den ich ins Studiomikrophon machte, war für mich ein Erlebnis. Ein Wow-Gefühl! Dass ich mit wenig Aufwand auch den Gesang professioneller hätte machen können, war mir zu wenig bewusst. Von überallher kamen Komplimente und ich liess mich wohl auch von den positiven Urteilen bekannter Musiker etwas einlullen. Nehmen wir das allererste Album „Footsteps“ aus dem Jahr 2004, das ich in Nashville einspielen konnte: Ich hatte lediglich 3 ½ Tage Zeit, um meine 12 Lieder einzuspielen, dann musste ich zurück ins Schweizer Fernsehen. Bekannte, ja gar berühmte Musiker umgaben mich, wie etwa der Bassist Willie Weeks, der bereits mit Rod Stewart zusammengearbeitet hat oder der Keyboarder und Produzent Tim Hinkley. Die Stimmung unter uns Musikern war sehr freundschaftlich und so dachte ich wohl, auch das Album würde perfekt sein. Wenn ich mir die Musik von „Footsteps“ jetzt anhöre, bin ich zwar immer noch stolz auf die wunderschönen Lieder, aber ich hätte vor allem gesanglich mehr daraus machen können. Damals schwor ich mir, mir in Zukunft für das Singen mehr Zeit einzuräumen, Gesangspassagen nicht nur ein oder zwei Mal zu wiederholen, sondern einfach so lange zu singen, bis ich selber zufrieden war. Ich wollte mich nicht nur auf die Aussagen von Professionals verlassen.

Bei dieser ersten CD „Footsteps“ hatte ich oft das Gefühl, dass die Musik den Gesang übertönt.

Das kannst du laut sagen. Und das ist nicht nur bei „Footsteps“ der Fall. Es gibt Lieder, da kann ich mich kaum hören. Aber am meisten hat mich gestört, dass ich lange das Zeitmanagement nicht in den Griff bekam. Das gilt auch für das zweite Album „Chain of Pearls“ von 2006, das in der Schweiz entstanden ist. Zu dieser Zeit war ich noch immer Moderator der Schweizer „Tagesschau“. Ich ging schnell singen, dann ging es wieder zurück ins Fernsehstudio. Ich fühlte mich gehetzt. Bei den letzten Gesangsaufnahmen zu „Chain of Pearls“ verliess ich um drei Uhr morgens das Studio in Winterthur, um gleichentags die „Tagesschau“ zu moderieren. Und trotzdem liebe ich dieses Album sehr. Das war mein erstes Album, bei dem auch Robbie Caruso mitwirkte.

Den Gesang auf der ersten CD „Footsteps“ fand ich…

Zu wenig perfekt und etwas gehetzt…

Nicht unbedingt, aber ich hatte das Gefühl, dass hier jemand noch am Suchen und Ausprobieren ist, um seine richtige Stimme zu finden.

Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Wenn man die ersten Alben mit dem neuen, wirklich brillanten Album vergleicht, dann ist das eine extreme Steigerung.

Ja, auch beim neusten Album werde ich mit schönen Komplimenten eingedeckt. Meine Stimme wird mit berühmten und erfolgreichen Sängern verglichen, dabei singt hier einfach Heinrich Müller aus der Schweiz.

Wie stark deine Stimme ist, fiel mir erstmals beim Springsteen Tribute-Album auf. Insbesondere bei „Secret Garden“, diesem wenig bekannten Springsteen-Song, den man nur auf einem Greatest Hits-Album und einem Soundtrack findet, gefällt mir deine Version sogar besser als die Original-Version.

Danke. „Secret Garden“ ist ein wunderbares Lied. Ich kannte die Musik von Bruce Springsteen lange Zeit gar nicht, weil ich so lange im Ausland gelebt habe. Erst spät begann ich, seine Musik zu hören und vor allem auch auf seine Texte zu achten. Die sind sehr poetisch und haben mich inspiriert. Dann habe ich viel über ihn gelesen, seine inneren Kämpfe und dachte: Das tönt ganz nach Heiri Müller. Ich habe mich irgendwie mit ihm verbunden gefühlt. Für das Tribute-Album habe ich ebenfalls mit Robbie Caruso zusammengearbeitet. Jeder von uns hat Lieder ausgewählt, die wir gut fanden und so haben wir die Auswahl getroffen. Mir gefallen besonders die ernsthaften Songs. Zum Beispiel…

„The Last Carnival“?

Ja, genau.

Das ist einer meiner Lieblings-Songs von Bruce Springsteen und seinem verstorbenen Keyboarder Danny Federici gewidmet.

Ja, diese Inbrunst und Trauer, die in diesem Lied steckt. Die Einsamkeit, so einfühlsam ausgedrückt. Das Lied hat zu meinen Gedanken gepasst, die ich zu jener Zeit hatte. Oder eben „Secret Garden“. Wir spielen das Lied in den Band-Konzerten immer wieder. Robbie hatte dieses Lied gekannt und gesagt, es könnte ihn als Gitarrist herausfordern und weiterbringen. Das war gut. Wenn ein Musiker sich einbringen will, bin ich im Übrigen immer dafür. Ich möchte nicht einfach eine Begleitband haben. Ich mag Musiker, die Ideen einbringen, die im Rahmen des Ganzen selbstbewusst aufspielen und Lust auf Soli und Interpretationen haben. Besonders in solch improvisierten Teilen spielt mein Gitarrist und Produzent Robbie Caruso oft wie ein Engel. Er ist sowieso ein unglaublich versierter Musiker, hat viele Projekte am Laufen, unter anderem auch ein World Music-Chillout-Orchester.

Robbie hat auf dem neuen Album „As Long As I Can Sing“ fast alle Instrumente gespielt. War es von Anfang an geplant, das Album in einem relativ intimen Rahmen aufzunehmen?

Zuerst wollte ich das neue Album in ähnlicher Art und Weise einspielen, wie wir das beim Springsteen-Cover-Album getan haben, weil das ein wirklich wunderschönes Erlebnis war: Zusammen mit der Band einfach spielen, bis wir interpretativ etwas Neues zu den Liedern entwickelt haben. So waren wir zuerst für das neue Album „As Long As I Can Sing“ wieder gemeinsam im Studio, kamen aber einfach nicht richtig vorwärts. Die Magie wollte sich nicht einstellen, wir sind auf keinen grünen Zweig gekommen. Mir und Robbie ging die Geduld aus. Und deshalb machten wir die Musik beim neusten Album zu zweit, in Robbie Carusos Studio in Brugg.

„Waiting for the Summerwind“ habt ihr bereits vor einem Jahr als Single veröffentlicht. Mir gefällt der Humor in diesem Song: „The weatherman forecasts more rain / There is much sun, but that’s in Spain“.

 Als ich diese Zeilen geschrieben hatte, habe ich einige Freunde gefragt: „Wie findest du diese Anfangszeilen?“ Eigentlich alle mussten lachen. Der Text kommt ja wirklich aus dem Leben, wobei es in diesem Lied natürlich nicht nur um das Wetter geht. Gute Freunde bitte ich immer mal wieder um eine Einschätzung, um eine erste Reaktion.

Habt ihr das Lied bewusst im letzten Frühsommer veröffentlicht, als eine langanhaltende Schlechtwetterperiode herrschte und man Angst hatte, dass es gar nie richtig Sommer wird?

Ja, ich hatte den Text aus einer grässlichen Wetterlage heraus geschrieben. Als wir das Lied als Single veröffentlichten, war es fast schon zu spät, die Regenfälle wurden spärlich und die Sonne setzte ein. Wir waren dann enttäuscht, dass die Radiostationen kein Interesse an diesem fetzigen Lied zeigten. Aber kürzlich traf ich ein 16-jähriges Mädchen, das mir sagte: „Das Lied gefällt mir so gut, ich habe es auf mein Handy heruntergeladen“. Das fand ich total herzig.

„Nine to Five“ gefällt mir besonders gut. Dort geht es um einen Angestellten, der von 9 bis 17 Uhr arbeitet, das irgendwann mal langweilig findet und sich ein Smartphone zulegt. Damit ist er zwar immer erreichbar, sehnt sich aber nach fixen Arbeitszeiten und zu seinen Freunden zurück, die er früher nach Arbeitsschluss traf. Dieser Thematik hast du dich bereits im Lied „079“ aus dem Album „Chain of Pearls“ gewidmet. Dort wünscht sich jemand, er wäre ein Höhlenbewohner ohne Mobiltelefon. Ist das ein Thema, das dich ganz persönlich beschäftigt?

 Als ich „079“ geschrieben habe, war ich als Tagesschaumoderator zu dieser Erreichbarkeit verpflichtet. Ich spürte, wie mir das auch privat mit dem Mobiltelefon zu schaffen machte. Irgendwann wird man ein Gefangener des Kommunikationssystems. Dem gegenüber stellte ich den Höhlenmenschen. Unsere Ahnen hatten mich schon immer interessiert. Ich habe Bücher gelesen über Menschen, die vor 20’000 Jahren aus dem Raum Schwarzes Meer/Ukraine Richtung Frankreich gewandert sind und sich dort niedergelassen haben. Heute befindet sich dort ein riesiges Höhlensystem.

Der deutsche Regisseur Werner Herzog hat darüber den 3D-Dokumentarfilm „Die Höhle der vergessenen Träume“ gedreht.

Ja, dieses Höhlensystem in Frankreich ist weit herum bekannt. Mich hat die Geschichte der Höhlenmenschen sehr beschäftigt, weil sie, offenbar im Unterschied zu den Neandertalern, mehr Verständnis hatten für das Technische und damit den Neandertaler dominierten. Mich interessiert immer das Menschliche. Wie beim Lied „Crazy“ aus dem neuen Album, wo man am Schluss des Liedes überraschend erfährt, dass der Mann und die Frau sich bereits kannten, als sie im Alter von 13 Jahren gemeinsam zur Schule gingen. Er hätte damals gerne etwas gewollt von ihr und sie sagte zu ihm, er solle lieber warten. Das sind, mit etwas Fantasie, Dinge, die das Leben schreibt.

„Crazy“ hat etwas Mysteriöses…

Das soll es haben. Ich hätte zwar gerne noch ein bisschen mehr in den Text reingepackt.

Ich habe gelesen, dass die ursprüngliche Geschichte für das Lied viel länger war.

Das war eine der grossen Herausforderungen, die Geschichte so zu kondensieren, dass sie in einem vierminütigen Song Platz hat.

Im Lied ist die Frau die starke Person, die den Mann verführt, um ihn am nächsten Morgen wieder wegzuschicken. Auch in „Different Life“, wo eine 45-jährige Frau sich ein neues Leben wünscht, hat sie das Zepter in der Hand und trifft die Entscheidungen.

Du wirst in meinen Liedern durchwegs starke Frauenfiguren finden. Das fing bereits auf meinem ersten Album mit dem Song „She“ an. In diesem Lied sitzen Männer an einem Tisch, streiten und kommen zu keiner Lösung. Dann betritt eine Frau den Raum und ist in der Lage, die Männer in ihrem Zorn zu besänftigen und ihnen Liebe und Frieden zu bringen. Natürlich ist das eine Simplifizierung. Für mich drückt sie aber eine Hoffnung aus und ich möchte, dass Frauen mehr zu Wort kommen und besser respektiert werden.

Ganz besonders in Afrika, wo du lange gelebt hast, sieht man oft, dass Frauen eigentlich das starke Geschlecht sind. Sie betreiben Handel, gründen kleine Start-ups, während der Mann zuhause sitzt und sein Bier trinkt.

Auch das ist natürlich eine Vereinfachung. Aber da ist viel dran. Vereinfachungen sind beim Textschreiben wohl unausweichlich. Vielleicht gelingt es einem dabei, das Wesentliche anzusprechen. Als Jurist musste ich lernen, das Komplizierte und Ausschweifende eines Sachverhaltes vom Kern der Sache zu trennen. Als Fernsehmoderator der Nachrichten ging es darum, aus der Überfülle von News und den komplizierten Entwicklungen auf der Welt den Kern herauszuarbeiten und in den Kontext zu stellen. Ich finde, dass es bei einem Songtext ähnlich ist. Oft schreibe ich bei meinen Liedern zuerst überlange Texte, bei denen ich dann versuche, sie die auf das Wesentliche zurückzuführen. Aber nicht immer ist so ein kompliziertes Vorgehen nötig. Ich erinnere mich an mein allererstes Lied, das ich „Justice“ nannte. Da schrieb ich einfach über die Liebe eines Grossvaters zu seiner zweijährigen Enkelin. Wenn wir diesen Song mit der Band spielten, herrschte jeweilen Mäuschenstille im Saal.

„Justice“ ist der Name deiner Enkelin.

Ja, sie ist nun mittlerweile 18 Jahre alt, hat gerade ihren High School-Abschluss gemacht und kommt vielleicht bald zum ersten Mal in die Schweiz. Mit dem Lied über meine Enkelin habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass ich etwas schreiben kann, das die Menschen emotional berührt. Ich habe es auf dem Album ganz bewusst zerbrechlich gesungen. Das Lied hat auch die berühmte Gitarristin Kat Dyson sehr berührt, die damals für mein erstes Album die Leadgitarre gespielt hat. Dyson ist, soviel ich weiss, mit Zucchero unterwegs und hat auch in der Begleitband von Prince gespielt. Sie hat damals in Nashville mit mir das Duett „Footsteps“ aus dem gleichnamigen Album gesungen, was für mich ein Höhepunkt war. An der kürzlichen Plattentaufe zu meinem neusten Album habe ich diesen Song seit langem wieder einmal präsentiert, zusammen mit der amerikanischen Sängerin Lisa Doby.

Auch für mich ist dieses Duett mit Kat Dyson der Höhepunkt deines ersten Albums.

Das freut mich. Ursprünglich hatte ich dieses Lied gar nicht als Duett geplant. Aber mein damaliger Produzent Tim Hinkley sagte mir: „Kat kann auch sehr gut singen. Komm, lass uns aus dem Lied ein Duo machen.“ Kat hat sofort zugesagt. Erst kurz vor der Aufnahme haben wir das Lied zu dritt umgeschrieben. Kat Dyson war sehr cool und hat wunderbar gesungen. Ich war eher unsicher mit dem umgeschriebenen Text. Es geht im Lied um einen Mann, der beklagt, dass seine Partnerin nicht mehr mit ihm redet und weg will. Alles, was ihm bleibt, sind ihre Fussstapfen.

Lisa Doby, die du gerade erwähnt hast, hat auf deinem neuen Album bei einigen Liedern als Background-Sängerin mitgewirkt, so unter anderem auf dem Eröffnungssong „Happy For A While“. Findest du, dass Glücksgefühle immer nur momentane Gefühlszustände sind und nicht längere Zeit anhalten können?

Ich meine vor allem, dass wir das Glück sehen sollten, wenn es unerwartet da ist. Dass das Glück ewig andauert, sollten wir eher nicht erwarten, dafür aber ein Sensorium entwickeln, wenn uns das Glück erfasst. Es sind dann vielleicht nicht nur die grossen Dinge, die uns in eine glückliche Lage versetzen. Zum ersten Mal habe ich für ein Lied eine Geschichte, die sich wirklich so zugetragen hat, 1:1 in einem Song umgesetzt. Ich war zusammen mit meiner Frau in einem wunderschönen Städtchen in Südfrankreich, am Rande der Cevennen, auf dem Sommermarkt. Ein englischer Musiker spielte und sang rockige Lieder. Die Atmosphäre war locker, die Musik schön, es stimmte einfach alles. Nach seinem Auftritt sind wir ins Gespräch gekommen. Ich sagte meiner Frau ganz spontan: „Über diese Begegnung will ich ein Lied schreiben.“ Ich hab’s gemacht.

Bild: Kummer & Kummer

Fröhlich tönt auch „Musical Names“, in dem du 38 exotische Frauennamen untergebracht hast. Das Lied bildet die Multikulturalität der Schweiz sehr gut ab.

 An diesem Lied hatte ich seit vielen Jahren immer wieder gearbeitet. Es begann mit einer Fernseh-Kollegin, die Biljana hiess. Sie stammte aus dem serbischen Teil Bosniens und war in die Schweiz geflüchtet. Irgendwann dachte ich mir: „Was für ein schöner Name.“ Seither habe ich mir immer mal wieder fremdländische Namen von Menschen, die hierzulande leben, aufgeschrieben. Auf diese Weise ist das Lied zu Stande gekommen. Ich wollte, dass es leicht und optimistisch klingt. In den Konzerten machen wir es sogar noch fröhlicher, indem wir zu Beginn und am Schluss dazu pfeifen. Junge Menschen scheinen dieses Lied besonders lässig zu finden!

Das Lied ist sozusagen das Pendant zu „Swiss Girls“ aus „Chain of Pearls“, einer Art Hymne an die Schweizer Frauen, in die du typische Schweizer Namen verpackt hast. Auf deinem dritten Album „Heinrich Müller“ hast du sogar mal zwei Mundartlieder gesungen.

Die beiden Mundartlieder singe ich, wenn ich im Duo auftrete, mit dem jungen Keyboarder Mathias Baumann. Zurzeit sind wir viel unterwegs. Die Kraft der Mundart ist immer wieder erstaunlich. Die Zuhörenden haben bei diesen Mundart-Liedern immer wieder mal Tränen in den Augen und sind bewegt. Wenn du dich aber wunderst, wieso ich sonst ausschliesslich auf Englisch singe, ist meine Antwort einfach: Ich kann mich auf Englisch leichter und prägnanter ausdrücken. Ich spüre aber auch, dass ich als Mensch sehr international denke und interessiert bin. Früh kam ich in Kontakt mit den USA, die ich oft bereiste. Elvis war für mich in den 50er-Jahren bereits der King. Auch Harry Belafonte war für mich extrem wichtig. Als ich als 19-Jähriger meinen ersten Fernsehauftritt hatte, habe ich ein englischsprachiges Lied gesungen.

Das war in der ersten Talentshow des Schweizer Fernsehens „Talente stellen sich vor“ mit dem legendären Jan Hiermeyer.

Mit Jan Hiermeyer hat mich bis zu seinem Tod etwas verbunden. Auch er liebte Musik. Einmal, völlig überraschend, kam er an ein Konzert im Stadtkeller Luzern. Als ich ihn im Publikum sah, hat mich das sehr berührt. Ich habe ihn gefragt, ob er ganz spontan gemeinsam mit mir ein Lied singen möchte. Wir haben dann zusammen „Sloop John B.“ interpretiert (beginnt zu singen): „We come on the sloop John B. / My grandfather and me / Around Nassau town we did roam“. Er war ja auch Sänger und hatte dieses Lied im Repertoire. Ich kannte es, weil ich es früher gerne auf meiner Gitarre geklimpert und gesungen hatte. Die Sache war sehr spontan und das Publikum hat sich gefreut.

Du streust auch auf deinen Alben immer wieder mal eine Cover-Version ein, hast unter anderem „Friday I’m in Love“ von The Cure interpretiert. Für dein neustes Werk hast du „A Better Place“ des amerikanischen Rock- und Country-Musikers Glen Campbell ausgewählt. Darin schaut ein Mann auf sein Leben zurück. Was gefällt dir an diesem Song besonders gut?

Ich fand, dass das Lied gut zu mir passt. Das Lied zieht Bilanz und ich spüre, dass ich mir über mein Leben ebenfalls Gedanken mache. Campbell ist inzwischen gestorben. Ich sah im Fernsehen noch sein allerletztes Konzert, was mich betroffen machte. Ich selber habe aber ein anderes Verhältnis zur Religion als Campbell.

Du kommst aber aus einem reformierten Elternhaus, dein Vater war Pfarrer.

Nun, der Amerikaner Campbell nahm Wörter wie „Lord“ oder „God“ ganz unproblematisch in den Mund. Ich bin diesbezüglich zurückhaltender erzogen, auch wenn mir vieles wichtig ist, was den christlichen Glauben ausmacht. Wir alle kommen an den Punkt, wo wir uns fragen müssen, was wir eigentlich auf dieser Erde gemacht haben. Wir sind neugierig, ob und wie es nach dem Tod weitergeht. Als Abschluss des neuen Albums hat dieses Lied einen passenden Platz gefunden.

Wir haben es vorhin bereits angesprochen: Du hast mit deinem Bruder in einer Band gespielt, hast an einem Talentwettbewerb teilgenommen. Wieso hast du diesen musikalischen Weg damals nicht weiterverfolgt?

Ich erinnere mich, dass mich die Frage, ob ich Musiker werden soll, damals relativ lange beschäftigt hat. Aber ich hatte zu jener Zeit noch viele andere Interessen, wollte Jura studieren, reisen, fremde Kulturen kennenlernen – was ich dann alles gemacht habe. Irgendwann habe ich gemerkt, dass die Konzerte, die wir mit unserer damaligen Band im Dreiländereck der Region Basel an Partys oder auf Einladungen der Universität Basel gegeben haben, nicht wirklich etwas waren, das mich getragen hat. Wir haben damals auch keine eigenen Lieder geschrieben, sondern Songs gecovert. Ich wusste einfach, das kann es nicht – oder noch nicht – sein.

Stattdessen hast du das Abenteuer gesucht und bist nach Abschluss deines Jura-Studiums mit einem Frachtschiff nach Nigeria gereist, um dort mit Sprachforschern die Sprache der Mumuye zu erkunden. Wie kam es dazu?

Afrika hat mich immer fasziniert. Als kleiner Bub war Tarzan mein Held und später habe ich alle diese Discovery-Geschichten gelesen, von Henry Morton Stanley und David Livingstone. Ich habe diesen Abenteurern nachgefiebert und das Abenteuerdenken hat mich geprägt. Durch meine Eltern hatte ich Kontakt zu Missionaren und Sprachforschern geknüpft, die jemanden suchten, der sie begleiten würde. Um für die Reise Geld zu sparen, habe ich für die damalige National-Zeitung sowie für die Basellandschaftliche Zeitung geschrieben. Als ich genug Geld hatte, bin ich mit einem Frachtschiff zur Reise nach Afrika gestartet. Über diese wochenlange Reise möchte ich irgendwann noch ein Lied schreiben. Ich bin damals auf dem Schiff an der Reling gestanden, habe die Welt nochmals neu gesehen und in der Nacht die Lichter von Algier oder Freetown erblickt. Als die ersten schwarzen Menschen an Bord des Frachtschiffes kamen, war das für mich unglaublich spannend. In Nigeria angekommen, habe ich mit den Sprachforschern ein halbes Jahr im Nordosten des Landes gelebt. Man muss sich das so vorstellen: Ein gut ausgebildeter Schweizer kommt plötzlich an einen Ort, wo die Menschen nackt herumlaufen und mit Pfeilbogen jagen. Es war genau so, wie ich es als Kind in alten Büchern gelesen hatte. Ich war mit den Sprachforschern zusammen und lebte in einer kleinen Rundhütte, fand einheimische Freunde – und war glücklich.

Du warst als Weisser sicher eine Art Attraktion.

Das mag wohl stimmen, aber ich hatte keine Begegnungsängste. Ich war neugierig, wollte wissen, wie die Mumuyes ihre Zeit verbringen. Ich lebte das Abenteuer meines Lebens. Schon bald empfand ich mich nicht mehr als „weiss“ und fühlte mich beim Volk der Mumuye im Nordosten Nigerias aufgenommen. Und nicht zu vergessen, ich spielte die Trommel, lernte ihre Musikinstrumente kennen. Noch heute besitze ich eine Standtrommel, die die Mumuyes mir aus einem Baum schnitzten und mir zum Abschied schenkten.

In vielen Situationen kann die Musik ein verbindendes Element sein. Oft gibt es Musikstücke, bei denen man den Text nicht versteht, die einen aber trotzdem unglaublich berühren.

Ich habe aus dieser Zeit einige Musikinstrumente in die Schweiz mitgebracht: Neben Trommeln auch Flöten und Gitarren. Die Sprachforscher haben mit Tonbändern gearbeitet und ich habe zum Glück auch von der Musik, die bei den Mumuyes gespielt wurde, Aufnahmen machen können. Musik aus einer anderen Welt.

Nigeria hat dich so fasziniert, dass du später für deine Doktorarbeit ins Land zurückgekehrt bist und zudem lange Dozent an der Universität von Maiduguri warst. Jener Stadt, in der sich lange das Hauptquartier der islamischen Sekte Boko Haram befand, die im letzten Jahrzehnt vor allem als Terrororganisation bekannt wurde.

Im Moment kann ich nicht in diese Region reisen. Es ist zu gefährlich. Aber als ich damals in den Siebzigerjahren in Nigeria lebte, konnte man sich noch fragen: Kommt es gut oder nicht? Mir hat es in Westafrika gefallen und ich habe Freunde gefunden. Eigentlich wollen alle, dass es dem Land und damit ihnen selber besser geht. Und trotzdem geht so vieles den Bach runter. Ich fand kaum jemanden, der wusste, wohin die Reise gehen soll. Die Gegensätze sind enorm, der moralische Zerfall ist offensichtlich, das massive Bevölkerungswachstum unaufhaltsam. Viele Nigerianer suchen ihr Heil in der Flucht. Das Land ist zudem, wie viele afrikanische Staaten, ein hochkomplexes Gebilde. Etwa 400 Sprachen werden in diesem Land gesprochen, was die Verständigung und den staatlichen Aufbau erschwert.

Das ist eine unglaubliche Sprachenvielfalt.

Ja, verrückt. Die Mumuye mit ihrer Sprache sind nur ein ganz kleines Volk unter vielen. Aber in der Zwischenzeit sind auch dort Fernseher und Mobiltelefone üblich. Man mag das bedauern, aber nur in der Anpassung haben die Mumuye eine Überlebenschance. Das grosse Vorbild ist eigentlich überall in Afrika unsere Konsumgesellschaft.

Auch als du 1980 wieder zurück in der Schweiz warst, bliebst du mit Afrika verbunden, indem du beim Schweizer Fernsehen zuerst für die Rundschau und dann für die Tagesschau über das südliche Afrika berichtet hast. Während dem Ende des Apartheid-Regimes in Südafrika warst du als Reporter sogar zweimal im Gefängnis. Welche Erinnerungen hast du an diese Zeit?

Ich selber kam jeweils ganz schnell wieder raus, im Unterschied zu den afrikanischen Apartheid-Gegnern. Andererseits ist es mir mehrmals gelungen, der Apartheid-Polizei zu entwischen und meine Videos in die Schweiz zu schaffen. Es war eine intensive Zeit und vielleicht während meiner Fernseh-Zeit das Anspruchsvollste und Ernsthafteste, das ich gemacht habe. Hinter den kurzen und bündigen Nachrichten als Moderator konnte man sich leicht verstecken. Aber bei Reportagen im südlichen Afrika nicht. Ich war nahe an den Menschen, die sich für Grundsätzliches einsetzten – und die am nächsten Tag möglicherweise deswegen schon nicht mehr am Leben waren. Mit grossen Menschen wie Nelson Mandela oder Desmond Tutu, mit denen ich Interviews führte, werde ich mich immer verbunden fühlen.

Über deine Zeit bei der Tagesschau habe ich ein Zitat von deiner ehemaligen Arbeitskollegin Katja Stauber gefunden. Sie sagte über dich: „Er ist eine Institution. Wenn man ihn dem Publikum wegnähme, wäre das so, als ob man einen Freund verlieren würde, der immer um halb acht Uhr vorbeischaut.“ Bemerkst du, 10 Jahre nachdem du mit der Tagesschau aufgehört hast, immer noch, dass du eine solche Institution warst?

Ich sah mich nie als Institution. Das ist etwas, das die Zeit überdauert. Aber die Tatsache, dass die Zuschauenden meine Arbeit schätzten, hat mir viel Freude gemacht. Ja, auch heute noch habe ich fast täglich Begegnungen mit Passanten, und immer öfter reden wir dann nicht über das Fernsehen, sondern über die Musik. Meine Stärke im Fernsehen war meine offene und freundliche Art und mein gefüllter Rucksack. In diesem Sinne war ich bei der „Tagesschau“ am richtigen Ort. Wohl nicht ohne Grund habe ich den Beruf des Nachrichtenmoderators 23 Jahre lang ausgeübt.

Du warst sehr erfolgreich.

Manchmal hängt der Erfolg an einer Kleinigkeit. Ganz zu Beginn meiner Tätigkeit wurde von mir verlangt, dass ich mein Hochdeutsch verbessere. Damals war es noch üblich, dass Fernsehsprecher, wie Schauspieler, am Bildschirm ein Bühnen-Hochdeutsch redeten. Ich habe mich dem widersetzt und sprach in der „Tagesschau“ ein gut verständliches Schweizer Hochdeutsch. Das hat beim Publikum eingeschlagen und vielleicht meinen Erfolg begründet. Im Übrigen versuche ich auch jetzt in der Musik meinen eigenen Stil zu entwickeln.

Wenn die Leute heute Heinrich Müller live sehen möchten, dann können sie an deine Konzerte kommen. Du bist in den nächsten Monaten sowohl im Duo als auch mit der Band unterwegs. Wie werden sich diese beiden Programme unterscheiden?

Bei den Duo-Konzerten mit Mathias Baumann kommen auch viele ältere Lieder wieder zum Zug, die wir in neuer Form darbieten. Ich habe ja mittlerweile rund 40 Songs geschrieben. Mit der Band rund um Robbie Caruso widmen wir uns vorwiegend den neueren Songs, auch aus dem eben veröffentlichten Album „As Long As I Can Sing“. Im Duo tönen wir leichter und luftiger. Bei der Band kann die markige Musik tief unter die Haut gehen. Beide Konzertformen sind sehr attraktiv. Oft denke ich, wie privilegiert ich bin, dass ich mit 71 Jahren noch vor Menschen singen und tolle Musik machen darf, die auch mich nach vielen Konzerten immer noch mitreisst. Ich bin schlussendlich doch noch Sänger geworden.

Aktuelles Album:

„As Long As I Can Sing“ (Carusounds/Mondstein Records)

Konzertdaten:

 

 

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