Nachdenken über Heimat

Nachdenken über Heimat

Philosophie-Blog am Puls der Zeit

 

Der gemeinnützige Verein philosophie.ch setzt sich dafür ein, verschiedenste philosophische Themen durch Themendossiers, Blogreihen und Podiumsdiskussionen für ein breites Publikum kostenlos zugänglich zu machen. Die neusten Inputs und Gedankenanstösse finden sich zum Thema Heimat und dem Begriff, den wir uns davon machen.

 

Von Christoph Andreas Schmassmann

Das online Portal philosophie.ch gibt der Öffentlichkeit damit ein Instrument zur Hand, sich über die akademische Philosophie und Forschung, sowie über andere philosophische Aktivitäten in der Schweiz zu informieren und sich selbst am Diskurs zu beteiligen. Sie leisten damit aktive Entwicklungsarbeit hinsichtlich der Vernetzung von akademischer Disziplin und populärwissenschaftlichen Begrifflichkeiten.

 

 

Fast täglich treffen wir das Wort Heimat in unterschiedlichsten Kontexten an – wir reden über unsere Heimat, die verlorene Heimat, die zu schützende Heimat, und einer möglichen neuen Heimat. Der Begriff Heimat erfährt Hochkonjunktur, ist populär und wird auch politisch heiß diskutiert. Der Blog philosophie.ch widmet sich hierzu in bester philosophischer Tradition dem Komplex im Fragemodus:

 

Was bedeutet es eigentlich, wenn wir von Heimat sprechen?

Die vielseitigen Beiträge des aktuellen Blogs „Nachdenken über Heimat“ von philosophie.ch behandeln Fragen der Art: Ist Heimat ein Ort oder ein Gefühl? Ist Heimatempfindung eine Lebenskunst? Ist Heimat überall oder nur da, wo ich automatisch mit dem WLAN verbunden werde? Und die Schweiz als Heimat? Wem gehört das Heimatland? Gibt es mehrere „Heimaten“ oder machen wir uns unsere Heimat selbst? Haben Unternehmen auch eine Heimat? Oder geht es bei Heimat, wenn man sie auf den Grundgehalt des Begriffs reduziert, einfach um Sicherheit?

 

Was, wenn diese Sicherheit fehlt und ich die Heimat verlassen muss?

Ist der Mensch an sich ein heimatloses Wesen und ist Heimat immer provisorisch? Gibt es eine Bleibe für Heimatlose? Empfinde ich meine Heimat als bedroht? Welche Heimatvorstellungen hat denn ein Außenseiter? Oder geht es eigentlich um Inklusion und Exklusion? Leben wir gar Jenseits von Heimat und entlässt die Globalisierung gerade ihre Kinder?

 

Könnten die Gesellschaft nicht einfach auf den Begriff „Heimat“ verzichten?

Denn die breite Palette an Bedeutungen, die Heimat haben kann, wirft die Frage auf, ob es nicht sinnvoller wäre, auf den Begriff zu verzichten. Ist Heimat also eine bloße Utopie? Wird der Heimatbegriff nicht sowieso nur politisch missbraucht? Und sollten wir den Heimatbegriff einfach den Künstlerinnen und Künstlern überlassen?

Die Vielseitigkeit und Differenziertheit der unterschiedlichen Blogbeiträge fördern das eigene Nachdenken über Heimat. Eine schöne Sammlung an gehaltvollen und lesenswerten Beiträgen findet sich unter dem Weblink von philosophie.ch

 

Im Netz:

https://www.philosophie.ch/

https://www.philosophie.ch/philosophie/highlights/nachdenken-ueber-heimat/

 

Christoph Schmassmann

Hat Literatur und Philosophie an der Universität Basel und Theater an der Universität in Bern studiert - zur Zeit verfasst er regelmässig Beiträge für verschiedene Magazine und das Radio: Kultur, Architektur und Politik gehören zu seinen Schwerpunkten. Daneben verfolgt er eigene Kunstprojekte und konzipiert installative Performance Abende.

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