Wolfgang Herrndorf “Bilder deiner grossen Liebe“ | Theater Neumarkt, Zürich

Zürich, 28. April 2016 – Romane als Stofflieferanten fürs Theater sind über die Jahre immer populärer geworden. Das geschieht auch im Neumarkt Theater. Die «Bilder deiner grossen Liebe» (2014) von Wolfgang Herrndorf ist die Vorlage für die dramatische Umsetzung des gleichnamigen Romans. Erzählt wird aus der Perspektive der Isa, die im früheren erfolgreichen Jugendroman «Tschick» (2010) von Herrndorf eine Nebenrolle inne hatte. Gespielt wird die Isa von Sandra Hüller.

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“Was tun? Ein Festakt“ – Friederike Heller | Neumarkt Theater Zürich

Zürich, 18. Januar 2016 – Was wäre wenn? Frederike Heller bringt Kunst und Sozialismus, für die DADA und Lenin stehen, gleichzeitig auf die Bühne. Zwei revolutionäre Strömungen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Weg bahnen und die zum 50-Jahr-Jubiläum des Neumarkt Theaters einen gemeinsamen Auftritt kriegen.

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Samuel Beckett «Glückliche Tage» | Schauspielhaus Zürich

Zürich, 29. Oktober 2015 – Samuel Becketts 1961 in New York uraufgeführtes Stück ist ein Stück der leisen Töne wie auch Werner Düggelin ein Meister in der Regie der leisen Beckett-Töne ist. Und auch Imogen Kogge und Ludwig Boettger als Winnie und Willie zeigen ihr schauspielerisches Können – mit leisen Tönen.

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“Roberto Zucco“ von Bernard-Marie Koltès | Schauspielhaus Zürich

Zürich, 27. Januar 2015 – Die Taten Roberto Zuccos, dem unglücklichen Held des Stückes von Bernard-Marie Koltès, werden auch in der Inszenierung von Karin Henkel nicht verständlicher. Das choreographierte Chaos auf der Bühne zeigt dieses allumfassende Unverständnis dieses Karussells an Gewalttaten.

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Barbara Piatti: “Es lächelt der See “

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Mit 14 literarischen Wanderungen in der Zentralschweiz entwirft Barbara Piatti in „Es lächelt der See“ eine Kulturlandschaft, die nicht nur geologisch-morphologisch definiert ist. Wie vielfältig diese Gegend auch literarisch ist, scheint bis heute kein grosses Publikum interessiert zu haben. Jetzt können wir uns mit diesem Buch auf den Weg danach machen. Schon während des Lesens kribbelt es einen unter den Füssen und man möchte losziehen: in Richtung Vierwaldstättersee, Bürgenstock, Pilatus, Schöllenenschlucht und so fort.

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“Big Bang”, Annette Windlin & Gisela Widmer | Zementfabrik, Brunnen

Brunnen, 23. August 2013 – Eines gleich vorneweg: “Big Bang” ist ein Augen-, Musik und Sehspektakel, aus dem man am Ende leichten Herzens sogar noch eine Minute über die “letzte Frage” nachdenken mag, die weder Teufel, Gott noch die Wissenschaft zu beantworten wissen, die Frage nach dem, was vor dem Anfang war. Es ist ein kleines “Welttheater”, das in dieser Industrie-Kathedrale, der ehemaligen Zementfabrik in Brunnen, stattfindet.

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Juli Zeh: “Treideln” (Vorlesungen)

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Juli Zeh wehrte sich – könnte man meinen – mit Händen und Füssen, aber vor allen Dingen schriftlich, die renommierte Poetikvorlesung in Frankfurt anzunehmen. Was die Anfrage bei ihr ausgelöst hat, ist im Buch „Treideln“ nachzulesen. Als Anti-Poetik angekündigt, berichtet sie darin vom Schreiben und legt damit also keine Poetik des Geschriebenen vor. Herausgekommen ist Literatur: die E-Mail-Erzählung einer Schriftstellerin – fiktiv und wahr und sehr unterhaltend.

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“Elegante Nichtigkeit“ | Neumarkt Theater, Pavillon der Villa Wesendonck, Zürich

Zürich, 18. Juni 2013 – Es war ein synästhetisches Erlebnis dort oben im Pavillon der Villa Wesendonck, wo auch Richard Wagner ein paar Sommer erlebt hat, bei Komposition und Liebesgesäusel mit der Hausherrin. Ohr, Gaumen und Auge der Zuschauenden und Zuhörenden wurden verwöhnt, auch wenn das Gewitter über Zürich eine kurze Pause erforderlich machte, nach der Musik und Gesang erneut einsetzen konnten.

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Ingeborg Bachmann “Radiofamilie” | Schauspielhaus Zürich, Pfauen Kammer

Zürich, 24. Mai 2013 – Die Inszenierung ist amüsant und unterhaltend. Komödiantisch im Ansatz wirkt das viele Kleidertauschen fast berauschend. Es könnte einem durchaus zu viel werden. Ende der 1990er-Jahre wurden die komisch-belehrend-gesellschaftskritischen Hörspiele im Nachlass Jürg Mauthes – dem Radiokollegen von Ingeborg Bachmann – entdeckt und sie sind nun in einer Bühnenfassung von Stephan Teuwlssen als Schweizer Erstaufführung in der Pfauen Kammer zu entdecken.

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Auawirleben | zeitgenössisches Theatertreffen Bern | 24.4.-4.5.2013

Bern, 2. Mai 2013 – “Auawirleben“, das zeitgenössische Theaterfestival ist am 24. April gestartet und läuft noch bis zum nächsten Sonntag, den 4. Mai. Herausgepickt haben wir hier eine laufende Installation von Mats Staub, der immer wieder mit feinfühligen Produktionen über das Leben an und für sich auffällt.

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Sarah Kennedy: “Vintage Style“

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Bald ist wieder Frühling und der alljährliche kritische Blick in den Kleiderschrank ist erneut fällig. Das Buch “Vintage Style“ stellt die Looks von Stilikonen wie Louise Brooks (Flapper-Stil) über Twiggy (Swinging Sixties), zu Joan Jett (Rock-chick), Diana Ross (die Diva) und Cindy Crawford (Supemodel-Look) vor und hält viele Tipps und Geschichten zu diesen Frauen, der Modewelt und unserem nächsten Modefrühling parat.

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Molière “Der Menschenfeind“| Schauspielhaus Zürich, Pfauen

Bild: Ensemble | Foto, Copyright: Matthias Horn

Zürich, 17. Januar 2013 – Barbara Frey liegt Molières “Menscheinfeind“ ganz offensichtlich. In ihrer Inszenierung am Schauspielhaus Zürich ist ihr eine ganz herrliche Interpretation gelungen und auch das Personal legt diesem Fakt noch einen drauf.

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Ödon von Horváth “Glaube Liebe Hoffnung“ | Schiffbau, Schauspielhaus Zürich

Bild|Copyright: Walter Mair || Auf dem Bild: Irm Hermann, Jean-Pierre Cornu, Ulrich Voss, Sasha Rau, Olivia Grigolli, Ueli Jäggi, Josef Ostendorf, Thomas Wodianka, Bettina Stucky; vorne: Clemens Sienknecht

Zürich, 25. Juni 2012 – In gewohnter Langsamkeit mit vielen (wiederkehrenden) Melodien geht im Schiffbau die Hauptfigur Elisabeth aus “Glaube, Liebe, Hoffnung“ von Ödon von Horváth bei standhaft und klarem Bewusstsein ihren Weg. Begleitet von bekannten Gesichtern aus Marthalers früheren Stücken, die nur auf den ersten Blick das Dargestellte leichter erscheinen lassen.

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