“We need to talk about Kevin” von Lynn Ramsay

In Lynn Ramsays brillianter Adaption von Lionel Shrivers Bestseller “We need to talk about Kevin” entfaltet sich der Horror ohne Satansvaterschaft und Splattereffekte. Das schonungslose Drama über die dunklen Seiten des Eltern-seins ist harte Kost – aber auch einer der sehenswertesten Filme der letzten zwei Jahre.

Mehr lesen

“Attack The Block” von Joe Cornish

ET - Nightmare Edition

Wie bei vielen Genre-Filmen kann die tragende Idee von „Attack The Block“ in einem Satz erklärt werden: Ein Sozialbauviertel in einem Londoner Vorort erlebt eine Alieninvasion, und das jugendliche Prekariat schlägt zurück. Das ist als Ausgangslage originell genug, könnte aber zu einem Gimmick verkommen – wenn „Attack The Block“, wie alle guten Genre-Filme, es nicht verstehen würde, dem kruden Gerüst im Detail Glanz zu verpassen. Oder, in diesem Falle: Kratzspuren, Beton, Action, Menschlichkeit, und eine heftige Dosis schwarzen Humor.

Mehr lesen

“Homevideo” von Kilian Riedhof

Homevideo_DVD_vsrk_fin.indd

„Homevideo“, völlig zu Recht mehrfach preisgekrönt, zeigt eindrücklich, wie schnell Jugendliche gerade im Internetzeitalter in einen kaum aufzuhaltenden Strudel von Spott und Ausgrenzung geraten können. – Eindrücklich und glaubhaft.

Mehr lesen

“Boardwalk Empire” von Terence Winter

boardwalk empire 1

Der illegale Handel mit Alkohol während der Prohibitionszeit und die Geburt des organisierten Verbrechens an der Ostküste der USA stehen im Zentrum der HBO-Serie “Boardwalk Empire”. Das starbesetzte Epos um den korrupten Stadtkämmerer Nucky Thompson und dessen Geschäfte mit der New Yorker und Chicagoer Mafia gehört zum Besten, was derzeit für das amerikanische Pay-TV produziert wird.

Mehr lesen

“George Harrison” von Martin Scorsese

george harrison 1

Zu Lebzeiten ging der “stille Beatle” stets ein wenig unter im Trubel um seine Mitmusikanten John Lennon und Paul McCartney. Martin Scorsese hat dem 2001 verstorbenen George Harrison eine respektvolle, aufschlussreiche Dokumentation gewidmet, die das Bild des jüngsten Pilzkopfes ein wenig schärfer zeichnet.

Mehr lesen

“Tödliche Bekenntnisse” von Jacques Audiard

toedliche bekenntnisse 1

Nach dem Festivalerfolg von “Un prophète” 2010 erstaunt es nicht, dass Jacque Audiards frühere Filme einen neuen DVD-Release bekommen. Darunter ist auch “Tödliche Bekenntnisse”, ein stimmungsvoller kleiner Thriller über ein ungleiches Gangsterpaar.

Mehr lesen

“Trust” von David Schwimmer

trust 1

Im Internet ist nicht jeder der, der er zu sein vorgibt. Gerade Teenager, die sich dessen nicht bewusst sind, machen oft schmerzliche Erfahrungen mit Onlinebekanntschaften. Immer wieder fallen sie auch Pädophilen zum Opfer, die sich als Gleichaltrige ausgeben und sich mit ihnen anfreunden. “Trust” erzählt die Geschichte eines 14-jährigen Mädchens, das sich mit ihrer Onlinebekanntschaft trifft – und bald die ganze Welt gegen sich hat.

Mehr lesen

“The Walking Dead” von Frank Darabont

The Waling Dead 1

Nachdem das 21. Jahrhundert Vampiren und Werwölfen mit einer Überdosierung Kuschelrock die Zähne gezogen hat, musste man als altmodischer Monsternarr beinahe fürchten, dass auch die lebenden Toten in die keuschlüsternen Träume von Mädchen in rosa Pyjamas abwandern könnten. Glücklicherweise vermag die AMC-Serie “The Walking Dead” solchen Ängsten das Gehirn wegzupusten.

Mehr lesen

“Bad Boy Kummer“ von Miklós Gimes

bad boy kummer 1

Zwischen 1993 und 2000 schrieb der Berner Journalist Tom Kummer für die Magazine des Tagesanzeigers und der Süddeutschen Zeitung. Berühmt wurde er für seine Interviews mit Stars wie Pamela Anderson, Sharon Stone oder Sean Penn. Als herauskam, dass diese Interviews nie stattgefunden hatten, sondern erfunden waren, war Kummer als Journalist am Ende. In „Bad Boy Kummer“ besucht ihn sein ehemaliger Arbeitskollege Miklós Gimes und spricht mit ihm über den Presseskandal.

Mehr lesen

“Source Code” von Duncan Jones

source code 1

Nach einem Bombenanschlag auf einen Zug wird Captain Colter Stevens auf eine ungewöhnliche Mission geschickt; er soll sich in das eingefangene Bewusstsein eines der Todesopfer begeben, und die letzten 8 Minuten vor dessen Tod so lange wiederholt durchleben, bis er den Attentäter findet. Dumm nur, dass diese durchaus reizvolle Filmidee in die Hände eines durchschnittlichen Hollywoodschreiberlings geriet.

Mehr lesen

“Der Kameramörder” von Robert Adrian Pejo

kameramoerder

Es soll ein unverfängliches, fröhliches Wiedersehen und Kennenlernen werden, als Heinrich und Eva am Neusiedlersee bei Thomas und seiner neuen Freundin Sonja ankommen. Doch als drei Kinder verschwinden, verwandelt sich die Unbeschwertheit langsam in einen Albtraum. Robert Adrian Pejo ist mit „Der Kameramörder“ ein intensiv gespielter Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Glavinic gelungen.

Mehr lesen