“Der Kameramörder” von Robert Adrian Pejo

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Es soll ein unverfängliches, fröhliches Wiedersehen und Kennenlernen werden, als Heinrich und Eva am Neusiedlersee bei Thomas und seiner neuen Freundin Sonja ankommen. Doch als drei Kinder verschwinden, verwandelt sich die Unbeschwertheit langsam in einen Albtraum. Robert Adrian Pejo ist mit „Der Kameramörder“ ein intensiv gespielter Thriller nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Glavinic gelungen.

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“Rubber” von Justin Dupieux

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Ein mit übernatürlichen Kräften ausgestatteter Pneu als Mörder – zugegeben, der Einfall ist so absurd, dass man daraus einfach einen Film machen muss. Die Idee von “Rubber” scheint für viele Kritiker, welche den Film euphorisch als Kultfilm bezeichneten, jedoch wichtiger gewesen zu sein als der Film. Dass die 60 von 80 Minuten, in denen der Pneu nicht im Bild ist, einfach nur ausgemachter Mist sind, scheint den meisten entgangen zu sein.

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“Goethe!” von Philipp Stölzl

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…die die Welt im Innersten zusammenhält!“, erklärt der junge Sturm-und-Drang-Goethe – und lebt danach. Sein Herz schlägt kräftigst für Charlotte Buff; die leider schon so gut wie verlobt ist. In “Goethe!” präsentieren sich Goethe als ein widerspenstiger Heisssporn und das 18. Jahrhundert als etwas zwischen Märchenwelt und Biedermeierparadies. Das passt zum Film, der eine recht gelungene Mischung zwischen Autorenporträt und Literaturverfilmung ist.

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“Accidents happen” von Andrew Lancaster

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Die Conways haben es nicht leicht: Egal was sie tun – oder lassen – es geschieht ein Unglück. Und das nächste lässt nicht lange auf sich warten, so viel ist sicher. Denn das Schicksal meint es wirklich nicht gut mit ihnen. Und auch nicht mit ihren Mitmenschen. Die Idee des Plots ist ungewöhnlich und berührt den Zuschauer sehr.

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“Monsters” von Gareth Edwards

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Kalter Schweiss muss Hollywoods Filmproduzenten den Rücken herunter gelaufen sein, als sie Gareth Edwards “Monsters” sahen. Ein britischer Visual Effects Creator hatte mit einem Budget von 500’000 einen Spielfilm gedreht, der nicht nur um Meilen intelligenter und vielschichtiger war als manches von Hollywoods Multimillionenprojekten, sondern auch mindestens so gut aussah. “Monsters” ist der Beweis, dass low budget nicht zwingend low quality sein muss, sondern vielleicht sogar der Weg zurück zu gutem Kino ist.

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“Ondine” von Neil Jordan

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Welcher Fischer würde nicht gerne einmal eine wunderschöne Frau in den Netzen finden, die er an Bord zieht? Syracuse, einem vom Pech geplagten irischen Fischer, passiert in “Ondine” genau das. Dass es sich bei der Frau aus dem Meer um das Sagenwesen Selkie handeln soll, will er nicht glauben, obwohl seine Tochter felsenfest davon überzeugt ist. Eine Romanze, angesiedelt im Niemandsland zwischen Märchen und Sozialdrama, beginnt sich zu entwickeln.

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“Here and there” von Darko Lungulov

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Scheinehe, Liebe, Hoffnung auf ein besseres Leben in der Fremde – eigentlich ernste Gegebenheiten, die dem Spielfilmdébut von Darko Lungulov den inhaltlichen Rahmen geben. Der Regisseur geht in seinem Erstling aber lakonisch und distanziert an diese Themen ran. Damit schafft es Lungulov mit “Here and There” eine feine Filmunterhaltung zu bieten, nicht zuletzt auch durch überzeugende schauspielerische Leistungen.

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“The Age of Stupid” von Franny Armstrong

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Seit mittlerweile fast einem halben Jahrhundert ist sich der Mensch bewusst, dass er mit seinem CO2-Ausstoss Veränderungen im Klima herbeiführt oder zumindest beschleunigt. Getan hat er in diesem halben Jahrhundert wenig dagegen, und was er getan hat, war nicht radikal genug, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden. In “The Age of Stupid” blickt ein Wissenschaftler auf die Ereignisse zwischen 2010 und 2055 zurück – der Zeit des klimabedingten Untergangs der Menschheit.

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“Beautiful” von Dean O’Flaherty

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Es ist nicht alles Gold, was glänzt – und hinter dem schönen Schein verbirgt sich oftmals die pure Hässlichkeit. In seinem an diversen Filmfestivals gut aufgenommenen Thriller “Beautiful” entlarvt Dean O’Flaherty die amerikanische Vorzeige-Vorstadt und ihre Bewohner. Blutfluss nicht ausgeschlossen.

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“The Expendables” von Sylvester Stallone

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Über 100 Millionen Dollar Gewinn an den Kinokassen machen eigentlich gespannt auf diesen Action-Kracher mit seiner crème de la crème Besetzung: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li und auch Mickey Rourke und Arnold Schwarzenegger geben sich die Ehre – und “Expendables II” soll 2012 auch schon in die Kinos kommen. Doch wenn man genauer hinschaut…

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“War of the Wizards” von Dong-hun Choi

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Eine der wenigen Komödien am Neuchatel International Fantastic Filmfestival 2010 war “Woochi” – eine geballte Ladung quirligen Fantasyklamauks aus Südkorea. Der Erfolg im eigenen Land scheint dem Film den Sprung nach Europa verschafft zu haben – auch bei uns ist der Film ab sofort als “War of the Wizards” auf DVD erhältlich.

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“Jonah Hex” von Jimmy Hayward

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Verzweifelt über seine zunehmende Ideenlosigkeit scheint Hollywood sich nach wie vor an das zweischneidige Erfolgsrezept namens Superhelden-Comicverfilmung zu klammern. Wirklich gut war bisher eigentlich noch keine, aber so schlecht wie „Jonah Hex“ auch nicht. Dessen Leinwandauftritt markiert einen neuen Tiefpunkt in Hollywoods Schaffenskrise, indem er alles, aber wirklich alles falsch macht.

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“5150 Elm’s Way” von Eric Tessier

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Yannick ist zur falschen Zeit am falschen Ort und bringt damit sich und eine Familie selbsternannter christlicher Gotteskrieger in eine Zwickmühle. “5150 Elm’s Way”, ein Thriller als Quebec, vermochte bereits am NIFFF letzten Sommer zu überzeugen und ist nun erfreulicherweise auch in der Schweiz auf DVD erhältlich.

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“Splice” von Vincenzo Natali

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Es ist eigentlich löblich, wenn sich ein Film wie “Splice” den Schranken des eigenen Genres kritisch nähert und diese versucht zu umgehen, mit anderen Genres zu vermischen und Neues zu schaffen – dabei kann Faszinierendes herauskommen, ja, ein Cocktail, der gekonnt verschiedene Zutaten mischt, die nicht zusammengehören. Blöd jedoch, wenn die Mischung einfach nicht zu einer einheitlichen Menge werden will.

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