„Als die Sonne vom Himmel fiel“ von Aya Domenig

Mit ihrem ersten langen Dokumentarfilm „Als die Sonne vom Himmel fiel“ zeigt Regisseurin Aya Domenig sowohl die gesundheitlichen als auch sozialen Auswirkungen des Atombombenabwurfs auf Hiroshima. In brillanter Weise verbindet sie die private Spurensuche mit der politischen Dimension der Katastrophe sowie – aufgrund der Ereignisse in Fukushima – die Vergangenheit mit der Gegenwart. Damit ist ihr der definitiv stärkste Film des Festivals gelungen

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NIFFF: „Under The Skin“ von Jonathan Glazer

Scarlett Johansson spielt ein sonderbares Wesen, das einsame Männer mit dem Versprechen auf Sex in einen fatalen Hinterhalt lockt. Doch wer sich von Under The Skin ein Neuauflage von Species mit einem der wenigen echten Sexsymbole des Gegenwartskinos verspricht, ist dem Film bereits in die Falle gegangen.

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Wreck-it Ralph/Ralph Reicht’s von Rich Moore

In seinem Animationsfilm Wreck-it Ralph, strategisch sinnvoll kurz vorm Weihnachtsgeschäft angelaufen, versucht sich Disney an der Verheiratung der zwei derzeit umsatzstärksten Populärkultursparten: Videospiel und Familienkino. Und trifft damit offenbar den Nerv der 2010er Jahre. Am Ende steht ein anspielungsreicher Spaß für große und kleine Kinder, der jedoch am Ende weniger innovativ ausfällt, als es möglich gewesen wäre.

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„I Wish“ von Kore-Eda Hirokazu

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Nach seinem wunderbar betörenden Glanzstück „Nobody Knows“ (2004) beweist der japanische Regisseur Kore-Eda Hirokazu einmal mehr seine Fähigkeit, die Welt der Kinder cineastisch zu erkunden. „I Wish“ ist ein melancholischer Feel-Good-Movie über Wünsche und Wunder in der Kindheit.

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„Woody Allen: A Documentary“ von Robert B. Weide

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Der Produzent („Mother Night“) und Dokumentarfilmer („Lenny Bruce: Swear To Tell The Truth”) Robert B. Weide begleitete fast zwei Jahre lang den als öffentlichkeitsscheu geltenden Woody Allen. „Woody Allen: A Documentary“ ist ein aufschlussreiches Filmportrait über einen faszinierenden Künstler und eine Hommage an sein vielseitiges und aussergewöhnliches Schaffen.

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„Mientras duermes“ von Jaume Balagueró

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Glücklich sein, das ist Césars Problem: Diese Fähigkeit besitzt der düstere Portier (Luis Tosar) nicht. Um so mehr strengt er sich an, anderen ihr Glück auszutreiben. Ganz besonders ein Dorn im Auge ist ihm die junge Señorita Clara (Marta Etura), die ihn jeden morgen gut gelaunt begrüsst. César schwört sich, diesem Lächeln den Garaus zumachen. Kein leichtes Unterfangen und der grimmige Portier mit markanten Frida-Kahlo-Augenbrauen droht selber in den Schlund seiner Albträume zu geraten.

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„50/50“ von Jonathan Levine

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Die selbsternannte Feel-Better-Komödie 50/50 von Jonathan Levine über einen erst 27-jährigen Mann, der mit Krebs diagnostiziert wird und eine fünfzig prozentige Überlebenschance hat, stellt das Genre alles andere als auf den Kopf: Alles kommt, wie erwartet, was aber noch lange nichts über die Qualität des Films aussagt.

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