“Piñero” von Leon Ichaso

piñero

Das unkonventionelle Biopic von Leon Ichaso über das Leben des Strassenpoeten Miguel Piñero soll hier nicht zum zeitlosen Meisterwerk erhoben werden, dafür lässt es einem am Ende zu ratlos zurück. Doch der impressionistische Film zeigt Mut zur narrativen und ästhetischen Zusammenhangslosigkeit und trifft so die Stimme eines sensiblen, talentierten, aber konfliktbeladenen und unkontrollierbaren Menschen.

Mehr lesen

“Via Mala” von Tom Toelle

via mala

Via Mala, rätoromanisch für “schlechter Weg”, ist die Bezeichnung für einen ehemals berüchtigten Wegabschnitt im Schweizer Engadin, an dem die Protagonisten des gleichnamigen Films in einer alten Sägemühle ihr Dasein fristen. “Nomen est omen” gilt auch und insbesondere für den Titel dieses Films: Immer wieder machen sie sich auf den schwierigen Weg, doch dieser scheint nicht einfacher zu werden.

Mehr lesen

“Matto regiert” von Leopold Lindtberg

Matto regiert

Friedrich Glauser gehört, obwohl an Schulen weniger gelesen als Dürrenmatt, zu den interessantesten Autoren des Schweizer Kriminalromans. Drogensüchtig und immer wieder in Psychiatrischen Kliniken zu Besuch hatte er die dunklere Seite der menschlichen Existenz gesehen, und thematisierte diese in seinen Romanen. Mit “Matto regiert” schuf er einen düsteren Krimi, in welchem Wachtmeister Studer in einer Nervenklinik ermittelt. Die stimmige Verfilmung ist in einer neuen Klassikerausgabe erhältlich.

Mehr lesen

“Midnight Express” von Alan Parker

Midnight Express 1

Drogenbesitz und Drogenhandel sind weder im Nahen noch im Fernen Osten kleine Delikte. Wer nach Thailand reist, weiss, dass Drogen, die absichtlich oder unabsichtlich im Gepäck mitreisen, den Aufenthalt um viele Jahre verlängern können. In den 70er Jahren musste man noch keine Weltreise machen, um Gefängnisluft der übleren Sorte zu schnuppern. Alan Parkers Klassiker zeigt, wie die türkische Justiz ein Beispiel an einem Amerikanischen Hobbyschmuggler statuierte.

Mehr lesen

“Wachmeister Studer” von Leopold Lindtberg

Wachtmeister Studer

Columbo, Derrick und Kojak mögen noch so mit allen Wassern gewaschen sein, bei der Ermittlung in einem Dorf im Schweizer Hinterland würden wohl auch sie erbärmlich scheitern. Nicht so Wachmeister Studer, der seinen Berufskollegen weder an Hartnäckigkeit noch an Charisma und Schläue nachsteht. Der Schweizer Klassiker stammt aus dem Jahr 1939 und ist heute immer noch bekannter als viele junge Schweizer Filme – wohl nicht zuletzt, da einiger der zentralen Themen kaum an Aktualität eingebüsst haben.

Mehr lesen

“Intolerance” von David Wark Griffith

intolerance 1

Griffith hatte sich mit “Intolerance” zum Ziel gesetzt, das zerstörte Babel wieder aufzubauen – als eine positive Metapher für die Zukunft. Entstanden ist ein spektakulärer Stummfilm, der dem Film nie dagewesene Dimensionen eröffnete. Das Monumentalwerk prangert mit viel Pathos menschliche Schwäche und Intoleranz an.

Mehr lesen

“Das Siebente Siegel” von Ingmar Bergmann

siebte siegel

Der Tod. In Persona. Wenn er da ist, ist’s aus. Oder vielleicht doch nicht? Vielleicht könnte man den Tod ja anderweitig beschäftigen. Zum Beispiel ne Zigarette mit ihm rauchen. Oder ein Rätsel stellen. Einfach blöd mit ihm quatschen. Oder aber, wenn gar nichts mehr hilft, könnte man es ja wie der Ritter Block in Bergmanns “Das Siebente Siegel” machen: man fordert Freund Hain einfach zum Schachduell.

Mehr lesen

“Fahrraddiebe” von Vittorio de Sica

fahrraddiebe

Dem arbeitlosen jungen Vater wird im Nachkriegsitalien sein Fahrrad gestohlen, das er für seinen neuen Job braucht. Auf der Suche nach den Dieben, durchstreift Antonio Gassen und Hinterhöfe von Rom. Doch sein Fahrrad findet er nicht, stattdessen nur das Unglück und Leid der Bewohner der Stadt.

Mehr lesen