Wreck-it Ralph/Ralph Reicht’s von Rich Moore

In seinem Animationsfilm Wreck-it Ralph, strategisch sinnvoll kurz vorm Weihnachtsgeschäft angelaufen, versucht sich Disney an der Verheiratung der zwei derzeit umsatzstärksten Populärkultursparten: Videospiel und Familienkino. Und trifft damit offenbar den Nerv der 2010er Jahre. Am Ende steht ein anspielungsreicher Spaß für große und kleine Kinder, der jedoch am Ende weniger innovativ ausfällt, als es möglich gewesen wäre.

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“We need to talk about Kevin” von Lynn Ramsay

In Lynn Ramsays brillianter Adaption von Lionel Shrivers Bestseller “We need to talk about Kevin” entfaltet sich der Horror ohne Satansvaterschaft und Splattereffekte. Das schonungslose Drama über die dunklen Seiten des Eltern-seins ist harte Kost – aber auch einer der sehenswertesten Filme der letzten zwei Jahre.

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65. Festival del film Locarno

Das Missen Massaker

Über die vielen mittelmässigen Filme sowie ein paar Tiefseetaucher im diesjährigen Festivalprogramm wollen wir für einmal den Mantel des Schweigens legen. Stattdessen berichten wir lieber über diejenigen Filme, welche während des Festivals positiv auffielen und die einen Kinobesuch auch wirklich lohnen. Beachtenswert dabei ist, dass in der Filmauslese 2012 vor allem Dokumentarfilme zu überzeugen wussten und sich das einheimische Filmschaffen nicht hinter internationalen Werken zu verstecken brauchte.

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“I Wish” von Kore-Eda Hirokazu

I wish 1

Nach seinem wunderbar betörenden Glanzstück „Nobody Knows“ (2004) beweist der japanische Regisseur Kore-Eda Hirokazu einmal mehr seine Fähigkeit, die Welt der Kinder cineastisch zu erkunden. “I Wish” ist ein melancholischer Feel-Good-Movie über Wünsche und Wunder in der Kindheit.

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NIFFF 2012 – Asiatischer Wettbewerb

Aceattorney

Der asiatische Wettbewerb bot dieses Jahr eine gute Mischung aus neuen Namen und altgedienten Meistern – so richtig zu überzeugen wusste die Auswahl leider trotzdem nicht. Die Beitrage schienen mehrheitlich auf gute Unterhaltung ohne grössere Ambitionen geeicht, was für den Preis aber ohnehin keine Rolle spielte. Wie jedes Jahr wurde dieser ohnehin vom Publikum vergeben, und wie immer gewann eine Komödie. Könnte ein echter Jurypreis zu einer mutigeren Auswahl führen? Wir wissen es nicht und gaben uns halt mit unorthodoxen Gerichtsverfahren, schwarzem Humor und mindestens einem echten Heuler zufrieden.

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NIFFF 2012 – Internationaler Wettbewerb

Citadel

Obwohl uns dieses Jahr kein Film strahlend aus den NIFFF-Kinos kommen liess, darf sich das NIFFF 2012 eines vielseitigen Wettbewerbprogramms rühmen. Der erste Eindruck, viel Horror nach bekannten Mustern zu sehen zu bekommen, bestätigte sich nur halb; einige Filme waren sich der Genreklischees durchaus bewusst und umgingen diese geschickt oder spielten neckisch mit ihnen. 7 der 13 Filme im Internationalen Wettbewerb schafften es in unser vollgepacktes Festivalprogramm – darunter auch der Gewinner.

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“Woody Allen: A Documentary” von Robert B. Weide

woody allen 1

Der Produzent („Mother Night“) und Dokumentarfilmer („Lenny Bruce: Swear To Tell The Truth”) Robert B. Weide begleitete fast zwei Jahre lang den als öffentlichkeitsscheu geltenden Woody Allen. „Woody Allen: A Documentary“ ist ein aufschlussreiches Filmportrait über einen faszinierenden Künstler und eine Hommage an sein vielseitiges und aussergewöhnliches Schaffen.

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“Mientras duermes” von Jaume Balagueró

mientrad duermes 1

Glücklich sein, das ist Césars Problem: Diese Fähigkeit besitzt der düstere Portier (Luis Tosar) nicht. Um so mehr strengt er sich an, anderen ihr Glück auszutreiben. Ganz besonders ein Dorn im Auge ist ihm die junge Señorita Clara (Marta Etura), die ihn jeden morgen gut gelaunt begrüsst. César schwört sich, diesem Lächeln den Garaus zumachen. Kein leichtes Unterfangen und der grimmige Portier mit markanten Frida-Kahlo-Augenbrauen droht selber in den Schlund seiner Albträume zu geraten.

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“Attack The Block” von Joe Cornish

ET - Nightmare Edition

Wie bei vielen Genre-Filmen kann die tragende Idee von „Attack The Block“ in einem Satz erklärt werden: Ein Sozialbauviertel in einem Londoner Vorort erlebt eine Alieninvasion, und das jugendliche Prekariat schlägt zurück. Das ist als Ausgangslage originell genug, könnte aber zu einem Gimmick verkommen – wenn „Attack The Block“, wie alle guten Genre-Filme, es nicht verstehen würde, dem kruden Gerüst im Detail Glanz zu verpassen. Oder, in diesem Falle: Kratzspuren, Beton, Action, Menschlichkeit, und eine heftige Dosis schwarzen Humor.

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