Interview mit Annakin

Die Badener Künstlerin Annakin hat ihr neustes Meisterwerk «Cocoon», ein Konzeptalbum zu den Themen Schutz und Ausbruch, abermals mit dem englischen Singer-Songwriter und Produzenten Ed Harcourt eingespielt. Entstanden ist ein emotionales, höchst berührendes Album, beeinflusst durch den Krieg in der Ukraine, die Auswirkungen der Klimakrise und den Tod von Menschen in Annakins Umfeld. Die Songs bestechen durch ihre Poesie sowie eine geschickte Kombination von organischer und elektronischer Instrumentierung. Nahaufnahmen.ch traf Annakin zu einem ausführlichen Gespräch, unter anderem über die kreative Umwandlung von Ängsten in etwas Schönes, ihr rebellisches Herz, Queen Elizabeth II, die Wucht und zerstörerische Kraft des Todes, das Gefühl des Nichtdazugehörens, mediale Verzerrungen sowie Geschichten aus dem Wilden Westen des Musikbusiness.

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Interview mit Jaël

Jaël ist mit ihrem neuen Folk-Pop-Album „Midlife“, mit viel Liebe fürs Detail und Stilsicherheit von Cyrill Camenzind produziert, ihr persönlichstes, berührendstes, schönstes Werk gelungen. Ein Album als Standortbestimmung, das nach dem Hören lange nachhallt und aufgrund der wichtigen, aber oft tabuisierten Themen der Songs die volle Aufmerksamkeit erfordert, will man es in seiner ganzen Tiefe erfassen. Nahaufnahmen.ch traf die Berner Musikerin deshalb zu einem ausführlichen Gespräch über Panikattacken, depressive Phasen, Mobbing, Selbstsabotage und Selbstakzeptanz, das Vertrauen auf das Bauchgefühl, den Aufbruch in eine neue Ära sowie ihre Wiederbegegnung und erneute Zusammenarbeit mit Lukas Zimmermann zehn Jahre nach dem Ende von Lunik.  

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Interview mit Sina

Mit ihrem neusten Album „Ziitsammläri“ ist Sina ein in jeder Hinsicht zauberhaftes, zeitloses, musikalisch buntes, sowohl von feinem Humor als auch von zarter Melancholie durchtränktes Mundart-Meisterwerk über die verschiedenen Facetten der Zeit gelungen. Nahaufnahmen.ch traf die Walliserin zu einem ausführlichen Gespräch, unter anderem über die existentiellen Fragen, die sie sich während des Corona-Vollstopps stellte, das Wallis als dunkles Verlies, virtuelle Wolken, Schattenfrauen sowie die Illusion, dass sich der Alterungsprozess aufhalten lässt. 

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Interview mit Pippo Pollina

Pippo Pollina ist mit seinem neuen Album „Canzoni Segrete“ ein emotionales, zugleich zartes als auch ungemein kraftvolles, musikalisch ausgefeiltes und poetisches Meisterwerk gelungen, auf dem das Thema Abschied im Zentrum steht. Nahaufnahmen.ch traf den italienisch-schweizerischen Cantautore zu einem ausführlichen Gespräch, unter anderem über die Musik als Lebensretter, das Leben als Staffellauf, Zeichen von verstorbenen Seelen und die Wichtigkeit des Zweifelns.

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Interview mit Annakin

Die Badener Sängerin Annakin hat ihr neustes Album „The Light Before Love Disappears“ zusammen mit dem englischen Singer-Songwriter und Produzenten Ed Harcourt – der massgeblich an Marianne Faithfulls Alben „Give My Love to London“ und „Negative Capability“ beteiligt war und mit „No Moon In Paris“ einer der schönsten Faithfull-Songs komponierte – in zwei Studios in Spanien eingespielt. Entstanden ist ein traumwandlerisch schönes, zugleich zartes und kraftvolles Pop-Juwel mit poetischen, metaphernreichen Texten, die zum Nachdenken anregen. Nahaufnahmen.ch traf sich mit Annakin zu einem ausführlichen Gespräch, unter anderem über einen nachmitternächtlichen Sprung in einen Pool, der zur Zusammenarbeit mit Ed Harcourt führte, ihr konstant suchendes und alles hinterfragendes Wesen als Künstlerin, ihre schwachen und wunden Punkte, die Flüchtigkeit der glücklichen Momente, Humor als wichtiges Ventil, einen Glockenschlag als Referenz an Nick Cave sowie ihr Live-Projekt Annakin’s Musicbox mit dem argovia philharmonic Orchester, bei dem eine überdimensionale Musikdose als Kulisse dienen wird. 

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Interview mit Jaël

Ein erster musikalischer Höhepunkt im Jahr 2021: Jaëls neues Album «Sinfonia» ist eine zauberhafte Melange aus Pop und Klassik, in deren Klanglandschaften man richtiggehend versinken kann. Nahaufnahmen.ch traf die Berner Sängerin zu einem ausführlichen Gespräch, unter anderem über ihren fehlenden Killerinstinkt, das Alleinsein als effektives Dasein sowie die grosse Dankbarkeit, die sie nach einer Nacht im Kinderspital in Litauen verspürte. Zudem erfuhren wir, wieso sie sich früher in der Melancholie und im Schmerz suhlte und warum die erfolgreichste Zeit in ihrem Leben bei weitem nicht die glücklichste war.

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Interview mit Suzanne Vega

Suzanne Vega blickt mit dem Live-Album „An Evening of New York Songs and Stories“, eingespielt mit einer famosen Begleitband, auf ihre bereits 35-jährige Karriere zurück. Die von ihrer Heimatstadt New York inspirierten Lieder auf dem Album zeigen eindrücklich, wie Suzanne Vega aus ihrer destillierten Poesie, deren Lektüre allein eine eindringliche Erfahrung ist, berührende musikalische Perlen zaubert, die auch gesellschaftliche Probleme und Tabu-Themen – wie etwa in ihrem Welthit „Luka“ – nicht ausklammern. Wir sprachen mit der amerikanischen Songpoetin über Offenbartes und Verborgenes, Trauer und Hoffnung, verquere Scherze und das Tanzen im Angesicht des Todes, den Grund, weshalb sie ihren Platz in der Welt erst finden musste und darüber, wie Lou Reeds schonungslose Songs ihr Mut machten, auch über schwierige Themen zu schreiben.

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Interview mit Endo Anaconda

Getreu nach dem Motto „Trau keinem über 30!“ hat Endo Anaconda entschieden, seine 1989 gegründete Band Stiller Has auf dem künstlerischen Zenit nach einer ausgedehnten Tournee zum neuen und gleichzeitig letzten Album „Pfadfinder“ in den Ruhestand zu versetzen. Wiederum sind die mehrbödigen und zum Nachdenken anregenden Texte des begnadeten Mundartpoeten ein Zerrspiegel der heutigen Gesellschaft und bieten Gesprächsstoff für ein ausführliches Nahaufnahmen-Interview: Ein Gedankenaustausch mit Endo Anaconda über die Subversion der Wissenschaft, Finanzhektiker, Klientelpolitiker, Vampirellen, die geistige Enge der Biedermeier-Mundart-Musiker und wie die Corona-Krise den Horror der Volldigitalisierung ans Tageslicht bringt.

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Interview mit Balbina

Balbina ist bereits seit einigen Jahren die spannendste Pop-Musikerin und Textdichterin Deutschlands. Aufgrund ihrer aufwendigen, extravaganten Outfits, sowohl in ihren Videos als auch in ihren Bühnenperformances, und weil sie sich weder optisch noch musikalisch in Schubladen stecken lässt, wird die Berlinerin mit polnischen Wurzeln oft mit Björk verglichen. Mit ihrem vierten Album „Punkt.“ setzt Balbina nun selbigen hinter einen Lebensabschnitt und signalisiert gleichzeitig einen Neubeginn: Näherte sie sich auf ihren früheren Alben in verspielten Texten mit Hilfe von Alltagsgegenständen den Grundfragen des Seins an, sind die Texte des neuen Werks – erstmals teilweise in englischer Sprache – direkter, die Beats sperriger. Und das Album, das ein Cover von Rammsteins „Sonne“ enthält, ein Lied, das Balbina durch schwere Zeiten trug, erscheint auf dem eigenen Label Polkadot. Im Interview mit Nahaufnahmen.ch erklärt Balbina, wieso sie sich in der Major-Musiklabel-Industrie deplatziert fühlte, warum sie ihre Lieder niemals fürs Radio kürzen würde, inwiefern ihre emotionale Verzweiflung und ihre Wut Einfluss auf die Texte des neuen Albums hatten und weshalb Herbert Grönemeyer sie zu Tränen rührte.

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Interview mit Jaël

Der ehemaligen Lunik-Sängerin Jaël ist mit „Nothing to hide“ ein sehr nachdenkliches, selbstreflexives Werk gelungen, auf dem ihre bezaubernde Stimme, umgarnt von akustischen Arrangements, im Fokus steht. Wie sehr die Bernerin mit ihrem neuen Album und in ihrem Leben bei sich angekommen ist, zeigte sich beim ausführlichen Interview mit Nahaufnahmen.ch: Ein Gespräch über Abschied und Neubeginn, die Freiheit im Geiste, Melancholieattacken, musikalische Blind-Dates sowie Ratschläge, die sie ihrem 20 Jahre jüngeren Ich geben würde.

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Interview mit Sina

Zu ihrem 25-jährigen Bühnenjubiläum hat Sina mit „Emma“ eines ihrer schönsten Alben veröffentlicht. Es besticht durch ein warmes Unplugged-Soundkleid, traumhafte Harmoniegesänge und verblüfft durch die Absenz von Tasteninstrumenten. In den dreizehn sehr persönlichen Liedern geht es ums Zurückschauen, die Suche nach den eigenen Wurzeln sowie unerfüllte Sehnsüchte und es werden die Themenkreise Liebe, Trauer und Abschied reflektiert. Nahaufnahmen.ch traf die im Aargau lebende Walliserin zu einem ausführlichen Gespräch, in dem sie die Inspirationsquellen für die neuen Lieder verriet und über stürmische Zeiten, die Wucht von Pinselstrichen, ihr Herdentierbedürfnis, ihren härtesten Auftritt und lehrreiche Erfahrungen in dem von Männern regierten Haifischbecken des Musikbusiness erzählte. 

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Interview mit Sophie Zelmani

Eine wohltuend leise Stimme in einer zunehmend lauteren Welt. Das ist die schwedische Singer-Songwriterin Sophie Zelmani, die seit 1995 in regelmässigen Abständen mit neuen Alben in ihr intimes und geheimnisvolles musikalisches Universum einlädt. Auch ihr 12. Album „Sunrise“ ist in Zusammenarbeit mit dem Gitarristen und Produzenten Lars Halapi entstanden. Die 9 neuen Lieder beschwören – einem Theaterstück ähnlich – ergreifende Bilder, Szenen und Dialoge herauf, sind wie gewohnt von subtilen Piano- und Gitarrenklängen dominiert, doch ab und zu setzen eine beschwingte Flöte, ein verträumtes Waldhorn oder ein melancholisches Cello Akzente. So rätselhaft und faszinierend wie ihre Lieder können auch Sophie Zelmanis Antworten auf Interviewfragen sein. Nahaufnahmen.ch korrespondierte mit ihr unter anderem über Spiritualität in ihren Liedern, die Magie des Schicksals, die Gründe von Schreibblockaden sowie den Tod Leonard Cohens und erfuhr, wieso sie ihre Songs nicht verstehen und analysieren mag und wie ihr das Liederschreiben in Zeiten der Trauer Trost spendete.

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Interview mit Sven Regener und Jakob Ilja von Element of Crime

„Schafe, Monster und Mäuse“ ist nicht einfach ein weiteres Album in der 34-jährigen Bandgeschichte von Element of Crime, sondern ein Höhepunkt ihres Schaffens. Musikalisch abwechslungsreicher und textlich brillanter war keines ihrer Vorgängeralben. Aus diesem Anlass und im Hinblick auf das einzige Schweizer Konzert am 30. April in der Halle 622 in Zürich hat sich Nahaufnahmen.ch zu einem ausführlichen Gespräch mit dem Texter, Sänger und Trompeter Sven Regener sowie dem Gitarristen Jakob Ilja getroffen und sich mit ihnen über Hochzeiten in der Automobilproduktion, negative Religionsfreiheit, verzauselte Alltagstrolle, irre Punks, Studer-Bandmaschinen sowie die dunklen Gefühle und Ängste in der Kunst unterhalten.

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Interview mit Loreena McKennitt

Die Klangbilder malende Sängerin und Multiinstrumentalistin Loreena McKennitt hat mit „Lost Souls“ soeben das erste Studioalbum mit Eigenkompositionen seit 12 Jahren veröffentlicht. Entstanden ist ein sehr heterogenes Werk mit ausgefeilten Arrangements, inspiriert von keltischer Folklore und orientalischen Klängen und geprägt durch McKennitts glasklare, sich in höchste Höhen schwingende Sopranstimme, die in all den Jahren nichts an Kraft eingebüsst hat. Aus Anlass des neuen, möglicherweise letzten Albums sprach die Kanadierin mit Nahaufnahmen.ch über die negativen Auswirkungen eines eskalierenden Fortschrittsschubs, verlorene Seelen, Verlust und Trauer, starke musikalische Duftnoten, den Kollaps der Musikbranche und ihre Entscheidung, sich von Facebook zu verabschieden.

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Interview mit Anna Ternheim

Wie ein Strom ineinander fliessender, sowohl trauriger, hoffnungsvoller als auch verstörender Traumsequenzen, untermalt durch sphärische Klangwelten von betörender Dringlichkeit: So fühlt sich „All the way to Rio“ an, das sechste Studioalbum der schwedischen Singer-Songwriterin Anna Ternheim. Nahaufnahmen.ch traf die Künstlerin anlässlich ihres Konzerts im Salzhaus Winterthur zum Interview und sprach mit ihr unter anderem über die Lebensgeister weckende Wirkung ihres Aufenthalts in Rio de Janeiro, die Schönheit menschlicher Fehler, die Gründe für den schwierigen Entstehungsprozess des neuen Albums, den Inspirationsaustausch mit dem Fotokünstler Jacob Felländer und wieso sie für die Zukunft auf weniger Perfektion und mehr Freiheit hofft.

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Interview mit Heinrich Müller

Ein Vierteljahrhundert lang war Heinrich Müller einer der beliebtesten und kompetentesten „Tagesschau“-Moderatoren. Gegen Ende seiner Fernseh-Laufbahn startete der promovierte Jurist eine weitere Karriere als Sänger und Musiker. Nach einer längeren Pause ist ihm nun mit seinem fünften Album „As Long As I Can Sing“ sein bisher bestes und gesanglich ausdrucksstärkstes Werk gelungen. Nahaufnahmen.ch traf beim Interview am Greifensee auf einen selbstkritischen und nachdenklichen Heinrich Müller und sprach mit ihm unter anderem über Enttäuschungen im Musikgeschäft, die Inspiration durch Bruce Springsteen-Songs, starke Frauenfiguren sowie seine Faszination für den afrikanischen Kontinent.

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