Frage an Becketts Stücke

Wenn man sich fragt, welche Bedeutungen man Becketts Stücken einräumen kann in einem Diskurs, der uns bis heute anhält uns selbst und unser Verhältnis, in das wir zur Welt treten, neu zu denken – so kann man Beckett dann auch als den sehen, der den Existentialismus mit seinen Setzungen endgültig verabschiedete, und seine Stücke werden als Zeugnisse des Postexistentialismus gesehen, die die Linien und Spuren zu einer neuen postmodernen Konzeption von Subjektivität vorzeichnen, die sich den Parametern wie Identität einer Einheit und Ganzheit zu entledigen scheint und diese endgültig hinter sich lässt, um dem Subjekt der Vielheiten – den Identitäten als Patchwork und einer bis anhin nicht geahnten Sinnfreiheit den Weg zu ebnen.

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Eugène Ionesco “Die Unterrichtsstunde“ | Theater Basel, Kleine Bühne

Foto | Copyright: Gerd Altmann, Pixelio.de

Basel, 16. November 2011 – Bluttaten werden heute aus banalsten Gründen verübt und scheinen uns oft völlig absurd. Weshalb also nicht auch auf diese Weise: Ein Professor bringt seine Schülerin um, die nicht 3 von 4 subtrahieren kann, die ihn an der Wandtafel dauernd unterbricht, die zwar die unwahrscheinlichsten Multiplikationen auswendig, deren Herleitung aber nicht kennt. Überlastung? Burnout? Oder “einfach nur” eine (weitere) dumme Schülerin?

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