Sprache & Gewalt – zweites Fraktal

Eine Lektüre von Nietzsches Aufsatz „Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne“ gibt bezüglich Nietzsches Auffassung des Verhältnisses von Subjekt, Wirklichkeit und Sprache besonderen Aufschluss: Für Nietzsche gibt es letztlich nur nicht-identische Relationalität, Perspektive und Pluralität: die Zeichen-Welt und „ewige Horizonte“. „ (…) nein gerade Thatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.“ Für Nietzsche ist die innere Struktur der Wirklichkeit ein nicht-identisches Relationsgefüge. Die Welt besteht nach ihm aus einem Ensemble von vielen Einmischungen, Hineindichtungen – die wir nichtsdestotrotz für wahr nehmen.

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