Von den Rändern her denken

Nach der Auffassung von Jacques Derrida ist Kultur als ein vielschichtiges hybrides System gerade von aussen und vom Rand her zu denken, um Zonen der Interaktion und des Austauschs zu schaffen. Was bedeutet es also die Kultur von ihren Rändern her zu denken? Zunächst einmal feste Zentren und stabile Grenzen zu destabilisieren, eine Öffnung zu erzielen – um so von aussen her neue Impulse setzen zu können.

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Sprache & Gewalt – drittes Fraktal

Einer jeglichen Kategorisierung in der und durch die Sprache liegt mitunter ein gewaltsames Moment zugrunde, indem diese normt, abstrahiert, den originären Moment in den Zustand einer be-greifbaren Verallgemeinerbarkeit überführt. „Eine Sprache die sich ohne die geringste Gewalt hervorbrächte, würde nichts de-terminieren, nichts nennen und dem Anderen nichts bieten; sie wäre nicht Geschichte und zeigte nichts: in allen Bedeutungen des Wortes, zunächst aber in seiner griechischen Bedeutung, wäre es eine Rede ohne Satz,“ wobei Satz in seiner ganzen Blösse als Gestalt- und Gesetzgebung gelesen werden kann.

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Verneigung vor Derrida

Wie ist das Wort Dekonstruktion zu verstehen? Wie gehen die beiden konträr sich entfaltenden Bewegungen von Destruktion und Konstruktion, die in dem Wort anklingen, zusammen? Tatsächlich ist Dekonstruktion zunächst nicht als ein Begriff, sondern als eine in ihrer Form bewegliche Art und Weise des Denkens, Verstehens und Auffassens zu entfalten. Und vielleicht auch mehr ein bestimmter Gestus des Fragens als eine konkrete Antwort – ein Versuch, das Gegebene und Bestehenden mit Fragezeichen zu versehen und so das an sich starre und fixierte begriffliche Denken in eine neue Beweglichkeit zu überführen.

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Bilder, Sprache – Lebenswelten

Medien fordern als selbstverständliche Bestandteile der unseren heutigen Realität oder als unwillkürliche Produzenten von Realität die Beobachtung und Argumentation heraus. Sie erzeugen unter diesem Gesichtspunkt multiple Sinnsysteme, an denen sich einige der Grundmechanismen der heute vorherrschenden Machtstrukturen sehr gut verdeutlichen lassen. Und wenn Jean Luc Godard in „Das Gesagte kommt vom Gesehenen“ Kreativität im Umgang mit Medien unversehens subversiv erscheint, so macht gerade diese Beobachtung doch eines mehr als deutlich: dass im kritischen Umgang mit Bildern und Sprache ein alle Lebensbereiche umfassendes beinahe schon revolutionäres Potential entfaltet werden kann.

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