Geschichten und Mythen als kulturelles Gedächtnis

Geschichten faszinieren. Sie unterhalten und belehren uns, dienen zur Entspannung oder Belustigung. Doch sie können noch viel mehr sein als das. Die Rolle von mündlichen Überlieferungen als Träger des kulturellen Erbes ist uns, die wir von der Schrift und dem Aufgeschriebenen geprägt sind, nicht immer bewusst.

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Kafka lesen II

Wenn man Kafka liest, wird man den Eindruck nicht los, dass den Sinnverschleifungen des Textes ein ganz starkes und ihnen eigenes Moment innewohnt – dass in ihnen eine Kraft liegt, die als Zeichenwelt paradoxerweise etwas letzlich unfassbares zeigt oder besser vorführt, indem es das Fassbare aufsprengt, dessen Horizont übersteigt und in seinem ständigen Entzug erst sich zu zeigen beginnt. Und so lässt sich im Zusammenhang mit Philosophie und Kultur, welche hier beide als ein Zeichenprozess aufgefasst werden, auf die Literatur Franz Kafkas abheben.

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Kafka lesen I

Wenn man Kafka liest, wird man den Eindruck nicht los, dass den Sinnverschleifungen des Textes ein ganz starkes und ihnen eigenes Moment innewohnt – dass in ihnen eine Kraft liegt, die als Zeichenwelt paradoxerweise etwas letzlich unfassbares zeigt oder besser vorführt, indem es das Fassbare aufsprengt, dessen Horizont übersteigt und in seinem ständigen Entzug erst sich zu zeigen beginnt. Und so lässt sich im Zusammenhang mit Philosophie und Kultur, welche hier beide als ein Zeichenprozess aufgefasst werden, auf die Literatur Franz Kafkas abheben.

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Nietzsche und die Postmoderne

Die von der neueren französischen Diskurstheorie aufgeworfene Kritik an der wissenschaftlichen und primär philosophischen Denktradition, die Nietzsche initierte, eröffnet einen neuen Erfahrungsraum und richtet sich so gegen deren zentralen Bezugskategorien wie Ursprung, Sinn und Subjekt. Was ändert sich aber nun konkret in der Philosophie und dem Denken und den Ansätzen in einer Zeit, der sämtliche übergreifenden Bezugssysteme abhanden gekommen zu sein scheinen? Ein Blick zurück.

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Verneigung vor Derrida

Wie ist das Wort Dekonstruktion zu verstehen? Wie gehen die beiden konträr sich entfaltenden Bewegungen von Destruktion und Konstruktion, die in dem Wort anklingen, zusammen? Tatsächlich ist Dekonstruktion zunächst nicht als ein Begriff, sondern als eine in ihrer Form bewegliche Art und Weise des Denkens, Verstehens und Auffassens zu entfalten. Und vielleicht auch mehr ein bestimmter Gestus des Fragens als eine konkrete Antwort – ein Versuch, das Gegebene und Bestehenden mit Fragezeichen zu versehen und so das an sich starre und fixierte begriffliche Denken in eine neue Beweglichkeit zu überführen.

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