Wirklichkeitsräume – Möglichkeitsräume

Das Folgende soll als der Versuch gelten das Verhältnis von ästhetischer und ethischer Erfahrung anhand von drei exemplarischen Kunstwerken auszuloten: einer Performance, einer Aufführung und einer Installation: Es zeigt sich, dass diese einerseits auf gewisse Kipp-Momente angelegt sind und abzielen, in denen die ästhetische Erfahrung in eine ethische umschlägt, andererseits sich den konkreten Rahmensetzungen entziehen, wie dies im Zusammenhang mit Voraussetzungen, Erwartungen und Haltungen, die an eine jeweilige Realität herangetragen werden, der Fall sein muss, um sich in und zu ihr verhalten zu können. Der Kippmoment wie der Schwebezustand sind für die drei in der Folge herangezogenen Beispiele in diesem Sinne konstitutiv.

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“Life and Death of Marina Abramović“ | Theater Basel

Bild|Copyright: Lucie Jansch

Basel, 13. Juni 2012: Sie wird als die “härteste Künstlerin der Welt” (Der Stern) und “Mutter aller Schmerzen” (NZZ Folio) bezeichnet. Sie ist erst mit 29 Jahren von daheim ausgezogen, aber dass sie darum ein verzärteltes Geschöpf wäre, kann wirklich niemand behaupten. Sie hat sich einen Stern auf den Bauch geritzt, sich von Zuschauern beinahe töten lassen und in ihrer letzten Performance von 2010 “The Artist is Present” setzte sie sich im MoMA in New York zweieinhalb Monate lang auf einen Stuhl. Gestern Abend war Marina Abramović in der Inszenierung “Life and Death of Marina Abramović“ von Robert Wilson neben Willem Dafoe und Antony im Theater Basel zu Gast. Das Leben als Kreislauf und sehen konnte man Abramovićs Kreislauf des Lebens. “Life and Death of Marina Abramović“ ist noch bis und mit Freitag in Basel zu sehen.

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