Interview mit Regisseur Marcel Gisler über seinen neuen Film “Mario”

Nach der umjubelten Uraufführung an den Solothurner Filmtagen kommt „Mario“, ein aufwühlendes Liebes-Drama über das Tabuthema „Homosexualität im Fussball“, nun ins Kino. Max Hubacher und Aaron Altaras spielen darin die angehenden Profifussballer Mario und Leon, die nicht nur im Sturm leidenschaftlich und perfekt harmonieren. Durch das intensive und zugleich nuancierte Spiel der jungen Darsteller wird erfahrbar, wie jemand leidet, der einen wichtigen Teil seiner Persönlichkeit von sich abspalten und verleugnen muss. Nahaufnahmen.ch traf in Solothurn Marcel Gisler, den für seine vorhergehenden Werke (unter anderem „Rosie“ und „Electroboy“) vielfach preisgekrönten Regisseur des Films, zum Interview: Ein Gespräch über den Widerspruch zwischen Sein und Schein im Übersystem Fussball, Kritik von Fördergremien, dominante Musikteppiche und Momente am Set, die ihn zu Tränen rühren.

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“Stationspiraten” von Michael Schaerer

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Vier Jungs lassen sich von ihrer Krebserkrankung nicht unterkriegen und machen den Spitaltrakt mit Rollstuhlrennen und nächtlichen Fussballspielen unsicher. Was Stoff für einen berührenden Film mit einer äusserst ernsten Thematik hergäbe, lässt Michael Schaerer in ein kitschiges Feelgood-Movie verkommen. Bei Flirts mit Krankenschwestern und verbotenem Baden im Teich mit Zigaretten und Bier wähnen wir uns im Ferienlager. Ab und an bringt uns der subtile Humor mancher Szenen trotzdem zum Lachen.

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