Die Kinder der Macht

„ … niemals gab es mehr Machtzentren, niemals mehr Berührungs- und Verbindungskreise, an denen sich die Intensität der Lüste und die Beharrlichkeit der Mächte entzünden, um weiter auszustrahlen.” Dieser Auszug aus Foucaults erstem Band von „Sexualität und Wahrheit – Der Wille zum Wissen“ stellt sich die Frage nach dem Zusammenspiel von Macht und Autorität mit den Sphären der Lust und des Sexus. Als Folie soll der Fragekomplex auf die Erzählung „Die Kinder der Nacht“ von Jean Cocteau gelegt werden: wie spielen Mächte der Autorität und der anarchischen Energien aus der Erzählung zusammen und gegeneinander an in einer Dynamik, die einen Sog erzeugt, der alles mit sich in sein Vergessen reisst.

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Sprache & Gewalt – erstes Fraktal

Es gilt zunächst die Begrifflichkeit des Diskurses auf einer Meta-Ebene zu verorten, die gleichzeitig das Sprechen in all seinen Ausprägungen formt und bestimmt. Foucault bekundet eingangs seiner Inaugural-Vorlesung seine Schwierigkeiten – und vielleicht kann man auch von Aversionen oder Angst reden – den Diskurs zu eröffnen, mit dem Sprechen zu beginnen: Er spricht von einer „Unruhe, in die gefährliche Ordnung des Diskurses einzutreten.“

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