Über das Wesen der menschlichen Freiheit

Die menschliche Freiheit ist und bleibt ein viel diskutierter Begriff. Was man darunter versteht und wie man dessen Auffassung in unterschiedlichen Ausprägungen und Ansätzen gewichtet, trägt im Wesentlichen zur Weltsicht einer sozialen Gemeinschaft bei. So scheint es in einer Zeit, in der sich grosse Teile der Bevölkerung diese Frage erneut zu stellen gezwungen sehen, angebracht ein klein wenig auszuholen und den Begriff – wenn sie denn einer ist – genauer zu befragen.

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Hannah Monyer / Martin Gessmann: Das geniale Gedächtnis

Immer wieder lässt uns das Gedächtnis im Stich; es verfälscht Erinnerungen, speichert Erlebtes nur unvollständig. Doch die neuste Forschung zeigt: Das Gedächtnis ist mehr, als ein passiver Speicher, ein Archiv, in dem Vergangenes gelagert wird – und mit Glück im passenden Augenblick wieder hervorgeholt werden kann. Das Gedächtnis bildet unsere Zukunft.

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Kafka lesen II

Wenn man Kafka liest, wird man den Eindruck nicht los, dass den Sinnverschleifungen des Textes ein ganz starkes und ihnen eigenes Moment innewohnt – dass in ihnen eine Kraft liegt, die als Zeichenwelt paradoxerweise etwas letzlich unfassbares zeigt oder besser vorführt, indem es das Fassbare aufsprengt, dessen Horizont übersteigt und in seinem ständigen Entzug erst sich zu zeigen beginnt. Und so lässt sich im Zusammenhang mit Philosophie und Kultur, welche hier beide als ein Zeichenprozess aufgefasst werden, auf die Literatur Franz Kafkas abheben.

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Kafka lesen I

Wenn man Kafka liest, wird man den Eindruck nicht los, dass den Sinnverschleifungen des Textes ein ganz starkes und ihnen eigenes Moment innewohnt – dass in ihnen eine Kraft liegt, die als Zeichenwelt paradoxerweise etwas letzlich unfassbares zeigt oder besser vorführt, indem es das Fassbare aufsprengt, dessen Horizont übersteigt und in seinem ständigen Entzug erst sich zu zeigen beginnt. Und so lässt sich im Zusammenhang mit Philosophie und Kultur, welche hier beide als ein Zeichenprozess aufgefasst werden, auf die Literatur Franz Kafkas abheben.

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Nietzsche und die Postmoderne

Die von der neueren französischen Diskurstheorie aufgeworfene Kritik an der wissenschaftlichen und primär philosophischen Denktradition, die Nietzsche initierte, eröffnet einen neuen Erfahrungsraum und richtet sich so gegen deren zentralen Bezugskategorien wie Ursprung, Sinn und Subjekt. Was ändert sich aber nun konkret in der Philosophie und dem Denken und den Ansätzen in einer Zeit, der sämtliche übergreifenden Bezugssysteme abhanden gekommen zu sein scheinen? Ein Blick zurück.

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Verneigung vor Derrida

Wie ist das Wort Dekonstruktion zu verstehen? Wie gehen die beiden konträr sich entfaltenden Bewegungen von Destruktion und Konstruktion, die in dem Wort anklingen, zusammen? Tatsächlich ist Dekonstruktion zunächst nicht als ein Begriff, sondern als eine in ihrer Form bewegliche Art und Weise des Denkens, Verstehens und Auffassens zu entfalten. Und vielleicht auch mehr ein bestimmter Gestus des Fragens als eine konkrete Antwort – ein Versuch, das Gegebene und Bestehenden mit Fragezeichen zu versehen und so das an sich starre und fixierte begriffliche Denken in eine neue Beweglichkeit zu überführen.

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„Forget about reality – look at films …“

Slavoj Zizek gilt als einer der radikalsten und kontroversesten Denker der Gegenwart. Er kennt die Psychoanalyse wie kein Zweiter – gleichzeitig dreht er den Film „The perverts guide to cinema“, in dem er Kinofilme unter psychologischen und philosophischen Gesichtspunkten analysiert. Was aber hat die Philosophie auf der Kinoleinwand verloren? Und was hat dies wiederum mit unserer ganz alltäglichen Wahrnehmung der Realität zu tun?

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