Samuel Beckett «Glückliche Tage» | Schauspielhaus Zürich

Zürich, 29. Oktober 2015 – Samuel Becketts 1961 in New York uraufgeführtes Stück ist ein Stück der leisen Töne wie auch Werner Düggelin ein Meister in der Regie der leisen Beckett-Töne ist. Und auch Imogen Kogge und Ludwig Boettger als Winnie und Willie zeigen ihr schauspielerisches Können – mit leisen Tönen.

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Ödön von Horváth “Kasimir und Karoline“| Schauspielhaus Zürich

Zürich, 21. März 2015 – Mit viel Silber und wenig Tempo inszeniert Barbara Weber Ödön von Horváths Trauerspiel um Karoline und Kasimir. Sie will sich amüsieren, ohne an morgen zu denken, ihm sitzt die Zukunft bereits im Nacken – die Konfrontation ist vorprogrammiert.

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“Roberto Zucco“ von Bernard-Marie Koltès | Schauspielhaus Zürich

Zürich, 27. Januar 2015 – Die Taten Roberto Zuccos, dem unglücklichen Held des Stückes von Bernard-Marie Koltès, werden auch in der Inszenierung von Karin Henkel nicht verständlicher. Das choreographierte Chaos auf der Bühne zeigt dieses allumfassende Unverständnis dieses Karussells an Gewalttaten.

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Elfriede Jelinek “Über Tiere” | Schauspielhaus Zürich

Zürich, 22. Februar 214 – Tina Laniks Inszenierung von „Über Tiere“ widmet sich einem delikaten Thema über eine schwierige Textvorlage von Elfriede Jelinek. Es ist zwar dieser Textvorlage zu verdanken, dass der Thematik ohne Umschweife oder Rücksicht auf gesellschaftliche Sensibilitäten auf dem Grund beziehungsweise an die Wäsche gegangen wird, doch es stellten sich dafür andere Schwierigkeiten ein, etwa bei der Umsetzung.

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Lewis Carroll “Alice im Wunderland” | Schauspielhaus Zürich, Pfauen

Zürich, 8. November 2013 – Muss Theater immer gesellschaftskritisch oder politisch sein? Oder darf es auch rein ästhetischen Ansprüchen genügen wollen, dem Spiel huldigen, dem Spass oder gar dem Nonsens? Das Schauspielhaus-Publikum jedenfalls hat diese Frage an der Premiere von Antú Romero Nunes neuster Inszenierung lauthals bejaht!

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Friedrich Dürrenmatt “Die Physiker“ | Schauspielhaus Zürich, Pfauen

Zürich, 19. Oktober 2013 – Unter der Leitung von Herbert Fritsch wurden “Die Physiker“ im Schausspielhaus Zürich als schrilles, surreales Happening inszeniert. Mit horrendem Tempo und viel Radau wird Dürrenmatts Klassiker über die Bühne gejagt, was diese Inszenierung noch wahnsinniger und noch schräger macht, als es die Textvorlage ohnehin schon ist.

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Ingeborg Bachmann “Radiofamilie” | Schauspielhaus Zürich, Pfauen Kammer

Zürich, 24. Mai 2013 – Die Inszenierung ist amüsant und unterhaltend. Komödiantisch im Ansatz wirkt das viele Kleidertauschen fast berauschend. Es könnte einem durchaus zu viel werden. Ende der 1990er-Jahre wurden die komisch-belehrend-gesellschaftskritischen Hörspiele im Nachlass Jürg Mauthes – dem Radiokollegen von Ingeborg Bachmann – entdeckt und sie sind nun in einer Bühnenfassung von Stephan Teuwlssen als Schweizer Erstaufführung in der Pfauen Kammer zu entdecken.

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Kornél Mundruczó „Hard to Be a God“ | Schiffbau/Halle, Zürich

Zürich, 23. Mai 2013 – Ein Beobachter von einem anderen Stern entführt das Publikum in die tiefen, tiefen Abgründe der globalisierten Neuzeit: Kornél Mundruczós “Hard to be a God“ zeigt die gewalttätige, schonungslose Realität vier junger Frauen, die in die Fänge von Menschenhändlern geraten sind.

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Harold Pinter – “Le Retour (Die Heimkehr)” | Schauspielhaus Zürich, Pfauen

Foto: Emmanuelle Seigner | Bild, Copyright: Ruth Walz

Zürich, 23. Januar 2013 – Ein solches Staraufgebot hat man auf der Pfauenbühne selten gesehen! Luc Bondy, einer der bekanntesten Vertreter und Verteidiger des Schauspieler-Theaters, setzt aber nicht allein auf den Glanz bekannter Namen und Gesichter, sondern hat mit “Le Retour“ von Literaturnobelpreisträger Harold Pinter auch genau das richtige Stück für sie ausgewählt.

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Molière “Der Menschenfeind“| Schauspielhaus Zürich, Pfauen

Bild: Ensemble | Foto, Copyright: Matthias Horn

Zürich, 17. Januar 2013 – Barbara Frey liegt Molières “Menscheinfeind“ ganz offensichtlich. In ihrer Inszenierung am Schauspielhaus Zürich ist ihr eine ganz herrliche Interpretation gelungen und auch das Personal legt diesem Fakt noch einen drauf.

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“Genesis – Die Bibel, Teil 1” | Schauspielhaus Zürich, Schiffbau

Bildlegende: Jörg Ratjen, Julia Kreusch, Michael Neuenschwander (vorne), Timo Fakhravar, Simon Kirsch, Susanne-Marie Wrage | Foto/Copyright: Toni Suter, T+T Fotografie

Zürich, 18. September 2012 – Stefan Bachmann inszeniert im Schiffbau die “Urquelle unserer Erzählkultur“: die Genesis. Und das von Anfang bis Ende, schonungslos ungekürzt. Das Ergebnis ist mal bildgewaltig, mal befremdlich, mal überraschend komisch ­– und vor allem lang.

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Ödon von Horváth “Glaube Liebe Hoffnung“ | Schiffbau, Schauspielhaus Zürich

Bild|Copyright: Walter Mair || Auf dem Bild: Irm Hermann, Jean-Pierre Cornu, Ulrich Voss, Sasha Rau, Olivia Grigolli, Ueli Jäggi, Josef Ostendorf, Thomas Wodianka, Bettina Stucky; vorne: Clemens Sienknecht

Zürich, 25. Juni 2012 – In gewohnter Langsamkeit mit vielen (wiederkehrenden) Melodien geht im Schiffbau die Hauptfigur Elisabeth aus “Glaube, Liebe, Hoffnung“ von Ödon von Horváth bei standhaft und klarem Bewusstsein ihren Weg. Begleitet von bekannten Gesichtern aus Marthalers früheren Stücken, die nur auf den ersten Blick das Dargestellte leichter erscheinen lassen.

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Dea Loher: “Magazin des Glücks“ | Schauspielhaus Zürich, Kammer

Magazin des Glücks

Zürich, 2. Juni 2012: “Glück ist anders“, so könnte man den Inhalt der beiden Kurzgeschichten von Dea Loher auch umschreiben, die an diesem Sommerabend in der Kammer des Schauspielhauses zur Aufführung kamen. Gewaltig und intensiv ist die Inszenierung geraten – nichts für Zartbesaitete.

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