55. Solothurner Filmtage

Die diesjährige Werkschau zeigte, sowohl bei den Spiel- als auch den Dokumentarfilmen, das hohe Niveau des aktuellen Schweizer Filmschaffens. Nahaufnahmen.ch stellt die eindrücklichsten, berührendsten, verstörendsten und spannendsten Filme vor, die alle eines gemeinsam haben: Sie thematisieren Brüche in den Biographien der Protagonisten und Protagonistinnen.

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“Stationspiraten” von Michael Schaerer

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Vier Jungs lassen sich von ihrer Krebserkrankung nicht unterkriegen und machen den Spitaltrakt mit Rollstuhlrennen und nächtlichen Fussballspielen unsicher. Was Stoff für einen berührenden Film mit einer äusserst ernsten Thematik hergäbe, lässt Michael Schaerer in ein kitschiges Feelgood-Movie verkommen. Bei Flirts mit Krankenschwestern und verbotenem Baden im Teich mit Zigaretten und Bier wähnen wir uns im Ferienlager. Ab und an bringt uns der subtile Humor mancher Szenen trotzdem zum Lachen.

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“Giulias Verschwinden” von Christoph Schaub

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“20 geht noch, aber 30 ist echt krass”, so eine Jugendliche im Bus. Im selben Bus sitzt Giulia. Sie ist unterwegs zur Feier ihres (in dem Fall wohl oberkrassen) fünfzigsten Geburtstags. Doch als sie bemerkt, dass sie alt und damit unsichtbar wird, geht sie erst einmal einkaufen. – “Giulias Verschwinden” ist ein überhaupt nicht ältlich wirkender Schweizer Film über Altersfragen.

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