Christliche Wunder früher und heute

In diesem Jahr geht (vielleicht) die Welt unter. Es sei denn, ein Wunder geschehe. Aus diesem Grund publizieren wir gerne noch einmal einen Artikel aus dem Jahr 2009.


Oh Wunder!

Christliche Wunder früher und heute

Lourdes

Lourdes: Eingang zur Grotte

Blut weinende Statuen, wundersame Heilungen und Marienerscheinungen: So was gibt es heute nicht mehr? Doch! Auch heute finden sich immer wieder Berichte über Geschehnisse übernatürlicher Natur. Eine italienische Gemeinde in der Nähe von Neapel schwört sogar, dass ihre Madonnenstatue zu Fleisch und Blut wurde.

Von Laura Gees

Die Bibel ist ein Wunderbuch. Sie steckt voller Berichte über Ereignisse, die auf göttliches Einwirken zurückgeführt werden. Auch viele weitere Religionen kennen Geschichten über Wunder. Auch viele weitere Religionen kennen Geschichten über Wunder (siehe Box). Im Christentum sind Wunder aber besonders wichtig.

Wasser zu Blut – Wasser zu Wein
Wer in der Bibel liest, findet einen interessanten Wandel der Bedeutung des Wunder-Begriffs. Im Alten Testament hat das göttliche Wunder einen eher ambivalenten Gehalt: die einen beschützt es, die anderen bestraft es. Dies wird  im 2. Buch Mose besonders eindrücklich dargestellt: Gott zeigt Moses, dass er Wunder vollbringen kann, um seine Macht zu demonstrieren. Interessant daran ist, dass Gott mit diesen Wundern Katastrophen meint: die Plagen, die er über die Ägypter hereinbrechen lässt, da der Pharao die Isrealiten nicht ziehen lassen will. Zu diesen göttlichen „Wundern“ gehören unter anderem Wasser in Blut zu verwandeln, die Heuschreckenplage sowie die Tötung der erstgeborenen Söhne und Tiere. Wobei natürlich das isrealitische Volk verschont bleibt.

Im Neuen Testament nimmt der Begriff des Wunders die heutige positive Konnotation an. Das erste Wunder Jesu war die Verwandlung von Wasser in Wein während eines Hochzeitsfests. Jesus heilte ausserdem Blinde und Lahme, Aussätzige und Besessene. Er holte sogar Leute vom Tod zurück. Theologen sind sich über die Bedeutung dieser Wundertaten nicht einig: Einige sehen darin die Allmacht Gottes in Jesus demonstriert. Andere interpretieren sie als Gottes Zuneigung und seinen Willen zur Rettung des Menschen.

Wallfahrtsorte und ihre Wunder
Aus Wallfahrtsorten werden ebenfalls wiederholt Heilungen bekannt. So wurde Berichten zufolge 1952 eine italienische Pilgerin nach einem Bad in Lourdes auf wundersame Weise von ihrer Herzkrankheit geheilt. Der berühmte Wallfahrtsort in Frankreich wurde zu einem Ziel für Pilger, weil 1885 Maria insgesamt 18 Mal erschienen sein soll. Seither gilt das Wasser in Lourdes als heilend. Der Vatikan unterhält dort ein Ärztebüro, um Heilungen zu untersuchen und zu dokumentieren. Die Aufzeichnungen dienen der römisch-katholischen Kirche dazu, die Wunder später vielleicht offiziell zu anerkennen.

Orte wie Lourdes, wo Wunder beobachtet wurden, haben gute Chancen zum Wallfahrtsort zu werden. Dies gilt auch für Orte, wo wichtige christliche Persönlichkeiten wirkten.

Auch in Mariastein im Kanton Solothurn erschien die heilige Jungfrau. Die Legende besagt, dass ein Hirtenjunge im 15. Jahrhundert während des Spielens zu Nahe an die Klippen geriet und eine steile Felswand hinunterstürzte. Doch er blieb unversehrt. Eine Frau habe ihn aufgefangen, erzählte er. Der Vater des Hirtenknaben war überzeugt, dass es sich bei dieser Frau nur um eine Erscheinung Marias handeln könne. Aus Dankbarkeit liess er am Ort des Wunders eine Kapelle errichten. Heute befindet sich in unmittelbarer Nähe ein Kloster und eine Kirche.

Neben solchen, von der katholischen Kirche „offiziell“  beglaubigten Wundern in Wallfahrtsorten, gibt es auf der ganzen Welt zahlreiche Geschichten über wundersame Geschehnisse. Wie zum Beispiel die Statue einer Madonna, die 1999 in Malta wiederholt Blut weinte. Oder eine Madonnenstatue, die begann ihre Gliedmassen zu bewegen. So geschehen 2005 in der Kirche San Pietro in Acerra, einem Dorf in der Nähe von Neapel.  Zeugen beschwören, dass die Statue zu „Fleisch und Blut“ wurde.

Was hinter derartigen Wundern genau steckt, soll hier nicht näher ausgelotet werden. Menschen, die solche Wunder miterlebt haben, glauben fest daran auch wenn wissenschaftliche Befunde gegen die „Echtheit“ sprechen. Auch dass die menschlichen Sinne und Erinnerungen keineswegs objektiv sind, nähren eher die Zweifel.

Der Glaube an Wunder hängt eng damit zusammen, ob der Einzelne im Leben Platz findet für Übernatürliches oder nicht. Und Glaube, auch derjenige an Wunder, gilt bei uns heute als Privatsache.

 

Im Netz
http:// www.diewunderseite.de

http://www.share-international.de/

http://www.lourdes-france.org/

 

Wunder in anderen Religionen
Auch im Buddhismus gibt es Berichte über Wunder. Im Jahr 2006 beobachteten in Sri Lanka Tausende von Zeugen, wie  gewisse Buddha-Statuen helle, grüne Strahlen von sich gaben. Und in Lhasa, Tibet, wurde eine Statue beobachtet wie sie Perlen weinte. Hindus staunten 1995 nicht schlecht, als sie merkten, dass die Milch, die sie ihren Göttern als Opfer brachten, vom Löffel tatsächlich verschwand. Bei den heute verzeichneten islamischen Wundern, die  unter anderem im Internet kursieren, handelt es sich eher um Zeichen der Natur. So wird zum Beispiel bereits eine Wolke, die aussieht wie das arabische Zeichen für Allah, als Wunder gedeutet.

 

3 Gedanken zu „Christliche Wunder früher und heute

  • 18.08.2016 um 12:33
    Permalink

    THAT’S HOLY SHIT

  • 01.10.2020 um 20:47
    Permalink

    Die Erde ist -oh Wunder- doch nicht untergegangen. Sie wird es morgen tun und wenn nicht: wieder ein Wunder!
    Ich glaube nur dass, was ich sehe – und selbst das manchmal nicht.
    Keines der alten Wunder kann bewiesen werden, allerdings auch nicht erklärt werden. Von uns war schließlich keiner dabei…
    Die Kirche lebt vom Glauben. Dieser versetzt Berge. Allen voran die Macht des Vatikan. Die Religionen werden genährt durch die Ängste der Glaubenden. Solange Menschen Angst haben und alles glauben was Prediger und Missionare von sich geben werden die Kirchen und Sekten Nahrung finden..

  • 04.07.2021 um 13:22
    Permalink

    Hallo zusammen,

    Ich möchte Euch von einem Erlebnis erzählen, dass mein Leben verändert hat.

    Donnerstag, den 03.01.19
    Ich hatte im Wohnzimmer an diesem Abend noch etwas Geige gespielt. Dann wurde ich müde und schlief ein – da hatte ich diesen Traum:

    Freitag, den 04.01.19
    Jesus stand neben mir und es war dunkel um uns. Noch nie zuvor hatte ich von Jesus geträumt, geschweige denn ihm gesehen. Als ich ihn sah, wusste ich, dass er es war und ohne, dass es mir jemand gesagt hatte, erkannte ich ihn. Da sagte ich zu mir selbst: Wenn ich Jesus nur mit meinen Kleidern berühre werde ich geheilt. Das tat ich dann auch. Ich berührte ihn mit meinen Kleidern und sagte ihm, dass ich gerne von dieser einen und von dieser anderen inneren Krankheit geheilt werden möchte.
    Mit einer ernsten und souveränen Stimme gab er mir zu verstehen, dass das in Ordnung sei. Danach schaute Jesus mich so freundlich und liebevoll an.
    Dann war der Traum zu Ende.
    Als ich aufwachte merkte ich, dass sich in meinem Körper etwas verändert hat. Es ist wirklich ein Wunder : Die Macht dieser inneren Krankheit ist weg. Diese innere Krankheit hat seitdem keine Macht mehr über mich. 20 Jahre habe ich versucht selbst ganz frei zu werden und nie ganz geschafft.
    Jesus hat mich in einem Augenblick geheilt. Und das nach 20 Jahren.
    Alle Ehre Ihm !!!

    Liebe Grüße, Samuel Gaertig

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.